Typische Gewürze

In der nepalesischen Küche wird meist ein gemahlene Paste aus Zwiebel, Knoblauch, Ingwerwurzel mit roten Chilischoten, Kurkuma und salz zum würzen benutzt. Dieses Gewürze werden im Mörser (khal) zerstoßen. Andere beliebte Gewürze zum Würzen sind Koriander oder Garam Masala. Auch Lorbeerblatt oder Blätter des Cassia-Baumes (Tejpat, Tej Patta), ein Verwandter des Zimt-Baumes, werden für Gemüsegerichte und gebratenen Reis verwandt. 

Spezielle nepalesische Zutaten sind Jimbu und Timur. Jimbu ist ein aromatisches, mehrjähriges Gras, welches als Garnitur oder auch als Zutat benutzt wird. Als Jimbu werden zwei Allium spp. Arten bezeichnet: Allium hypsistum und Allium przewalskianum. Beide Arten wachsen in sandigen Böden, wo das Wasser gut abfließen kann. Neben der Verwendung in der Küche wird Jimbu auch als Heilpflanze benutzt. Jimbu wird meist getrocknet verwendet, um Linsen- oder Bohnengerichte (Dal) zu aromatisieren. Damit die getrockneten Blätter ihren Geschmack, der an Zwiebel und Schnittlauch erinnert, entfalten, werden sie in Ghee angebraten. 

Timur, der nepalesische Pfeffer, ist eine kleiner, 3-4 m hoher Baum. Er ist mit spitzen Stacheln bewehrt. Die Früchte sind rund und in einer grauen und warzenartigen Haut umgeben und wenn sie reifen, teilen sie sich in zwei Teile. Ein reifer Samen ist oval und schwarz. Die Samen haben einen durchdringenden Geruch. Er soll auch desinfizierende Wirkung haben. Sie sollen auch helfen, lästige Blutegel von der Haut zu entfernen, da sie diesen Geruch nicht mögen. Die Samen sollen auch Bauch- und Zahnschmerzen heilen helfen. Vorsichtig – große Dosen sind giftig. Die Nepalis machen daraus eine Art Curry, indem sie ihn mit Salz und grünen Chilischoten mixen.

Andere Gewürze sind Bockshornkleesamen (Methii), Teufelsdreck bzw. Asafoetida (Hing), Zimt (Dalchini), Sesamkörner (Til), Rettichsamen (Mulako Biu). Zusammen mit frischen Ingwer (Aduwa) und getrockneten Ingwer (Sutho) werden sie insbesondere für die nepalesischen Achars verwandt.

Für verschiedene Fleischzubereitungen wird auch Schnittlauch (Chyaapi) eingesetzt.

Die Gewürze können zerstoßen (Dhulo) oder gemahlen (Pinheko) verwandt werden.  

Zum Aromatisieren und Färben von Speisen wird Rosenwasser und Safran (kesar) eingesetzt. Safran wächst auch in Nepal und in Indien (Kashmir) wird aber mittlerweile auch aus Spanien importiert.