Sonstige Spezialitäten .....

 

Vietnamesen essen eigentlich alles. Obwohl mehr als 70% der Bevölkerung buddhistischen Glaubens sind, gibt es keine Einschränkungen beim Essen und Trinken. Die Speisekarte so manchen Restaurants in Saigon liest sich wie ein Führer durch einen Zoo. Da gibt es Zivetkatze, Schlangen wie die beliebten Kobras, Fische und Meeresfrüchte aller Art, Schildkröten und im Norden Vietnams bekommt man sogar Hundefleisch.
 


Frösche auf einem Marktstand in Saigon
Mittlerweile gibt es in den Asialäden in Deutschland auch Froschschenkel als TK-Ware zu kaufen. Natürlich haben wir das auch einmal probiert (Rezepte 1, Rezepte 2 ) und waren angenehm überrascht: Es schmeckt sehr gut, ein bisschen wie Kaninchen.

Eine Spezialität des Nordens ist Hundefleisch. Ihm werden wärmende Eigenschaften für den Menschen nachgesagt und so wird es vor allem in den Wintermonaten genossen. Im Norden Vietnams in Sa Pa haben wir dieses Bild vom letzten Stück Hundefleisch mit der schon leeren Flasche mit Hundeblut geschossen.

"In Hanoi gibt es entlang des Nhat Tan Dammes - zwischen dem Roten Fluß und dem West-See - mehr als 20 Hundefleisch-Läden und Restaurants in Bambushütten. Am Ende jedes Mond-Monats kommen so viele Gäste, dass die Motorräder und Autos den Damm völlig verstopfen. Vietnamesen lieben es, ihre ausländischen Freunde diese Gerichte Kosten zu lassen, weil sie gern sehen wollen, wie sich winden. Mindestens 7 verschiedene Gerichte aus Hundefleisch werden in den darauf spezialisierten Restaurants angeboten. Manchmal wird der Hund auch "Hirsch der Türschwelle" genannt ...
In der Welt des Yin und Yang, verkörpert das Hundefleisch die Wärme und die Gäste lieben es, sich in wohltemperierten Räumen auf Matten auf den kühlen Boden zu setzen. So kann man mit Freunden zusammensitzen, Hundegerichte essen, in großen Schlucken Reiswein trinken und sich Geschichten erzählen. Das ist es, was Hanoier als ein "unbeschreibliches Vergnügen" bezeichnen.
Wie wird Hund nun zubereitet ? Genau wie jedes andere Fleisch: gebraten, frittiert, gegrillt oder in einer Suppe gekocht. Der Hund als Speise wird einige Tage vorher aus einem gefangenem Rudel herausgesucht oder auch einfach von der Straße gefangen, wie es hier oftmals das Schicksal von Straßenkötern ist. Aber genauso wie die Nord-Vietnamesen ihren Hund als Speise lieben, haben sie ihn auch als Haustier gern. Diese Tiere lassen sie dann niemals alleine aus dem Haus gehen. Die letzten Tage sind für den Hund die besten: sie werden mit den besten Speiseresten und Fleischerei-Abfällen gefüttert, damit das Fleisch weich und geschmackvoll wird. Der Hund, der für den Tisch ausgewählt worden ist, ist ein glücklicher Hund bis er mit dem Messer Bekanntschaft macht. Ein tiefer Schnitt durch die Halsschlagader und der Hund endet als Speise. Der Körper wird ausgenommen, die Ohren und der Schwanz wird abgeschnitten und das Fell abgesengt. Nach dem er dann mehr wie ein gebratenes Ferkel aussieht, wird er entweder im Ganzen auf dem Markt des 19.Dezember in Hanoi gebraten oder auch geviertelt für den privaten Gebrauch verkauft.
Wie das Fleisch des Hundes schmeckt, hängt wesentlich davon ab, was er vorher gegessen hat und von der Einstellung desjenigen, der ihn isst. Wenn man keine mentale Schwierigkeiten hat, schmeckt das Fleisch wie Schweinefleisch mit einem Einschlag von Rinderfleisch. Die Konsistenz des Fleisch ist fest aber nicht hart. Wenn man aber einen Hund als Haustier und Spielgefährten hatte, schmeckt er nach bitterem Verrat."
World Food Vietnam