Fishriver-Canyon am 30.03.2015

 
Unsere Mietwagen-Rundreise beginnt in der Autovermietung "Aloe".
 
Wir bekommen eine Einweisung. Danach kaufen wir Lebensmittel ein.
 
Erst nach 12 Uhr starten wir zu unserer 415-km-Etappe - ziemlich spät - es hat alles länger gedauert als gedacht. Aber wir kommen auf der Asphaltstraße B-1 in Richtung Süden gut voran. Gegen 13.30 Uhr machen wir an einem Rastplatz Mittagspause ... haben ja alles dabei ;-)
 
In Kalkrand biegen wir auf die Landstraße C-21 und danach auf die C-15 ab. Das sind relativ glatte Schotterpisten, auf denen Hannes 100 km/h und schneller fährt. Erst weit nach 17 Uhr dieses Schild "Red Dune" noch 1 km.
 
Wir melden uns bei Herrn Tranendal (Holländer) an und lassen schnell Luft aus den Reifen, denn wir müssen gleich noch durch Sanddünen fahren. Der Weg zum Zeltplatz führt uns über eine Sandpiste hoch auf eine Düne. Die Schatten sind schon sehr lang.
Schnell bauen wir das Zelt auf und machen Abendbrot.
   
Noch vor 19 Uhr geht die Sonne unter. Wir sitzen draußen, genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit und kriechen noch vor 21 Uhr in unser Zelt. Es hat die ganze Nacht gestürmt und geregnet.
Am nächsten Morgen packen wir nach dem Frühstück unsere Sachen und starten gegen 9 Uhr.
   
Die 2. Etappe ist nicht so lang - nur 215 km bis nach Keetmanshoop - zuerst noch auf der C-15.
Kurz vor Koes biegen wir auf die C-17 ab.
   
Wir entdecken merkwürdige Strohhaufen und lernen  später, daß es Nester von Siedelwebern sind. Viele Farmen gibt es hier, oft auch Deutsche,
die meist Rinder und/oder Schafe züchten.
   
Und sie lebt doch - die Wüste ... aber es hat auch viel geregnet in den letzten Stunden.
   
Warane wechseln die Straßenseite ... Die Straße gleicht einem Wellenmeer.
   
Noch vor 13.30 Uhr erreichen wir das Mesosaurus-Camp der Farm Gariganus und sind ganz alleine hier -
mitten in einem Köcherbaumwald.
   
   
Wir unternehmen eine 1. Wanderung und sind begeistert von der Vielzahl der Köcherbäume
und den bizarren Felsen zwischen denen sie auf kargem, steinigen Boden wachsen.
   
Dazwischen wachsen stachelige Sträucher,
die sehr schön blühen.
Auch Vögel gibt es hier.
   
Um 17 Uhr sind wir mit Giel Steenkamp verabredet, der uns begeistert von seinen Mesosaurus-Fossilien-Funden erzählt, die viele Millionen Jahre alt sind.
   
Die Gegend hier ist voller Fossilien. Diese vom Mesosaurus sind auch in Südamerika gefunden worden. Am Ende der Tour "spielt" er ein Lied auf den
"singenden Steinen" - erstaunlich.
   
Abends ziehen wieder dicke Wolken auf und es
stürmt und regnet, so daß wir schlecht schlafen.
Am nächsten Morgen bezahlen wir bei Giel unseren Camp-Platz (240 N$) und fahren gegen 8.30 Uhr los.
   
295 km bis zum Camp Ai Ais am Fishriver-Canyon -
erst ein kurzes Stück B-1, dann D-608 u.a. Schotterpisten.
Die Straße ist überschwemmt.
Es hat viel geregnet in der Kalahari.
Durch diesen "Fluß" fahren wir noch locker durch.
   
Aber hier passen wir. Das Gewässer ist knietief und die Strömung reißend. Wir kehren um.
   
Aber auch die Umfahrung ist zum Teil überschwemmt. Gegen Mittag erreichen wir den Nationalpark,
   
bezahlen am Hobas-Camp eine Nationalpark-Gebühr und fahren noch mal 10 km bis zum View Point am Canyon.
   
Der Fishriver hat hier einen gewaltigen Canyon "gegraben" und fließt in vielen Windungen
durch die spektakuläre Felslandschaft.
   
Es gibt verschiedene Aussichtspunkte
mit tollen Ausblicken, die wir alle besuchen.
Allerdings fanden wir den Canyon im Oman spektakulärer.
Hier beginnt eine Wanderung durch den Canyon,
die uns sehr interessieren würde.
Aber wir haben leider keine 5 Tage Zeit.
   
Nach einer Nudelsuppe fahren wir noch 1 gute Stunde bis zu unserem Campingplatz Ai-Ais.
Es geht durch wechselnde Landschaften und zuletzt an bizarren Felsbergen vorbei.
   
Ai-Ais ist ein riesiger Campingplatz mit sauberen Toiletten und Duschen, einem Restaurant und
   
einem Swimmingpool. Er wird von einer warmen Quelle gespeist und hat eine Wassertemperatur von ca. 38°C.
Wir schwimmen eine Runde, was trotz der Wärme irgendwie wohltuend ist.
Aber es geht noch heißer.
Diese Quelle kommt uns vor wie eine Sauna.

   
   
Wir bruzzeln heute Kalbsschnitzel und Hannes macht Tomatensalat dazu. Hinter uns rauscht der Fishriver.
   

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