Swakopmund am 06. und 07.04.2015

 
Am nächsten Morgen brechen wir schon kurz nach 8 auf.
 
Oryx vor den Tirasbergen Schotterpiste C-19 an den Naukluftbergen vorbei
 
Wir machen einen Zwischenstopp in Solitaire - ein skuriler Ort mit vielen alten,
kaputten und ausgeschlachteten Autos und
 
einer Bäckerei! McGregor (von seinen Wurzeln her ein Schotte),
der hier nach 1992 diese Bäckerei gründete,
ist leider 2014 gestorben.
 
Aber einige Einheimische führen die Bäckerei weiter und verkaufen noch immer neben vielen Brotsorten, den berühmten Apfelkuchen, den wir auch probieren und der sehr lecker schmeckt.
   
auf der C-14 am Wendekreis des Steinbocks Bodenwellen (im wahrsten Sinne des Wortes)
 
Gaub-Paß mit ausgetrocknetem Gaub-Fluß in unwirklicher Fels-Landschaft
   
ein Stück weiter der Kuiseb-Canyon Leider kommen wir nicht näher heran.
   
unser nächster Zeltplatz Es gibt keine Rezeption, keinen Strom, kein Wasser,
nur einen großen Felsen
   
in deren Nischen Zeltplätze eingerichtet sind. Wir finden einen Schattenplatz.
 
Wir sind ganz alleine hier und können nichts weiter unternehmen, also lesen und relaxen wir und
   
unternehmen nur einen kleinen Spaziergang um den Felsen herum. Es gibt nur ein paar vertrocknete Pflanzen, wie hier eine Sukkulentenart (oder ist es vielleicht ein Butterbaum?), die wir später wunderschön blühen sehen.
   
totale Stille und Einsamkeit - abends in Mirabib ...
Am nächsten Morgen fahren wir mit Ziel Swakopmund (und einem Bett in einer Pension!) sehr früh los,
   
vorbei an der Forschungsstation Gobabeb,
die eigentlich geschlossen sein sollte
und einer Erdmännchen-Familie, die bereitwillig unsere Fotoversuche über sich ergehen lassen.
   
die letzten Kilometer auf der D-1983
Was sind das für dicke Wolken über dem Atlantik?
Die Sanddünen reichen tatsächlich bis an
den Atlantischen Ozean - hier Abzweig Walvis Bay.
   
noch 30 km auf der B-2 bis Swakopmund unser Hotel "Alternativ Space"
   
Wir buchen noch für diesen Nachmittag
eine Tour
mit Georg von Swakop-Tour-Company.
Er ist in Deutschland geboren, war ursprünglich
Fotograf, lebt seit frühester Kindheit in Namibia
und führt jetzt schon einige Jahre Touristen
durch die Wüste.

Er ist trotzdem noch immer "fotografisch" unterwegs
und sucht z.B. Plätze in der Wüste, von denen er
100-Jahre-alte Fotos hat, fotografiert die gleichen
Plätze noch mal und hat so festgestellt,
daß sich die Wüste einschließlich ihrer Vegetation
fast nicht verändert hat in den letzten 100 Jahren.
   
Er hat ein ungeheures Wissen über Geologie,
Pflanzen und Tierwelt der Gegend hier.
Eiablage einer Gecko-Art
   
Glimmer lebende "Steine" (Lythops)
   
und die unglaubliche Pflanze Welwitschie, die es nur in der Wüste Namib gibt.
   
Der Name der Pflanze geht auf den österreichischen
Botaniker Friedrich Welwitsch zurück, der sie entdeckte.
Klippspringer
   
Wir fahren durch das trockene Flußbett des Khan - einem Nebenfluß des Swakop.
In der Regenzeit fließt hier ein reißender Fluß.
Wir machen eine Kaffeepause an diesem imposanten Felsen, auf dem wir herum klettern können.
   
Erst nach Einbruch der Dunkelheit kehren wir nach dieser beeindruckenden Tour in die Stadt zurück.
Am nächsten Morgen werden wir schon um 8 Uhr von Christopher Nel von "Living Desert Adventures" abgeholt.
   
Wir sind eine große Gruppe und fahren mit 3 Jeeps in die Wüste Namib.
   
Chris hat die Gruppe aber gut im Griff und erklärt als Erstes, wie schädlich diese Quadfahrzeuge für die Wüste sind.
Danach demonstriert er anschaulich, wie viel Leben im Wüstensand existiert
und wie der Kreislauf der Namib funktioniert.
   
Er gräbt mit viel Verstand, Tiere aus dem Sand: ein Wüsten-Gecko
   
eine weiße Spinne (giftig)
eine kleine Schlange
(Chris nennt sie Eidechse ohne Beine)
   
Ein Chamäleon wird mit Würmern gefüttert. Die Kinder der Gruppe dürfen an einer Düne toben.
   
Und hier begegnen wir dem dunkel gefärbten Wüstensand wieder. Chris geht mit einem Magneten über die braune Schicht und siehe da: ein ganzes "Büschel" kleiner Eisenteilchen kleben an dem Magneten.
   
Zum Schluß veranstaltet Chris eine "Schußfahrt" durch die Dünen. Es ist fast wie Achterbahn-Fahren ... Am Meer angekommen verabschieden wir uns von der Gruppe und werden zurück in die Stadt gebracht.
   
Das war ein toller und beeindruckender Ausflug. Danke Chris!
 
Danach bummeln wir durch die Stadt Swakopmund, von der wir bisher noch nicht viel gesehen haben.
   
Die Straßen heißen wieder Bismarck-Straße, Hendrik- oder Daniel-Straße.
   
Viele Häuser wirken wieder sehr deutsch. Altes Amtsgericht
   
ehemaliger Bahnhof Neue Shopping-Meilen sind dem Stadtbild angepaßt.
   
Auch hier gibts ein deutsches Brauhaus, mit typischem Brauhaus-Mobilar und Stammtisch,
   
mit deutschem Personal und einer deutschen Speisekarte.
   
Wir entdecken einen richtigen Metzger und nehmen uns vor, bevor wir morgen weiter fahren,
hier noch mal richtig einzukaufen.
   
Es gibt ein modernes Kristall-Museum, einen richtigen Leuchtturm,
   
nette Hotels direkt am Strand und ein Brauerei-Museum.
   
Für die Museen nehmen wir uns keine Zeit, aber auf den Turm des Woermann-Hauses steigen wir kurz.
Die Aussicht ist toll - hinter den letzten Häusern sieht man die Dünen der Namib.
   
Wir haben sehr gut gegessen in Swakopmund.
Fisch bei "Kücki's":
Dorade für Hannes
und Scholle für mich
   
Etwas nobel im "Jetty 1905" hier Sushi nach Art des Hauses
   

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