Besuch im Himba-Dorf am 12.04.2015

 
 
Der Toko ist heute morgen auch wieder da. Wir fahren vom Otjitotogwe Camping zum Himba-Dorf.
 
Dort holt uns ein Guide ab und läuft mit uns zum Dorf.
 
Wir staunen. Unglaublich, wie die Menschen hier leben. Das hier ist kein Freiluft-Museum! Daß es das noch gibt!
 
Die größeren Kinder müssen helfen, z.B. beim Butter machen (3-4 Stunden wird Milch in Kalebassen geschüttelt!). Die Kleinen dürfen spielen - allerdings mit anderen Spielsachen, als wir das kennen.
   
Die Frauen verkleben ihre Haare in Strähnen mit einer Paste aus Butterfett und Ockerfarbe.
Mit dieser Creme wird auch der ganze Körper eingerieben. Das schützt gegen Hitze und Mücken.
Kopf-, Hals-, Arm- und Beinschmuck sind Statussymbole und sagen auch etwas über den Familienstand aus.
 
Hauptnahrungsmittel ist Mais, der getrocknet, gemahlen und daraus Maisbrei gekocht wird. Der ganze Stolz eines Dorfes sind Rinder, die im Dorfmittelpunkt einen abgezäunten Bereich haben.
   
Hier wird Rindfleisch in Streifen auf einen Baum zum Trocknen gehängt - das sogenannte Biltong.
Das kann man hier auch auf allen Märkten und im Supermarkt kaufen.
Wir haben es probiert - ich mag es nicht, aber Hannes liebt es.
   
Hier befinden wir uns in der "Waschküche". Das heißt, im Himbadorf werden schmutzige Felle oder Lendenschurze über eine Haube gelegt und darunter eine Art Räucherstein angezündet. Schmutz wird also nicht mit Wasser ausgewaschen, sondern mit Rauch "ausgeräuchert" ... unvorstellbar für uns!
   
Inzwischen haben die Dorfbewohner einen sitzenden Halbkreis gebildet und vor sich ihre selbst gebastelten Gegenstände ausgebreitet, die wir kaufen sollen. Wir brauchen eigentlich nichts, aber wir kaufen trotzdem eine originale "Cremedose" mit roter und schwarzer Paste, eine Armkette und eine kleine geschnitzte Holz-Antilope.
   
Etwas verwirrt und tief beeindruckt gehen wir zurück zu unserem Auto und schauen noch in die
hiesige Schule hinein. Hier lernen die Kinder lesen, schreiben und englisch!
 
Ich verschenke meine Wasserflasche und ein paar Fotos von uns,
mit denen die Jungs begeistert zum Dorf zurück rennen.
   
Wir sind irgendwie berührt und können kaum fassen, was wir gerade erlebt und gesehen haben und
daß Menschen freiwillig so leben und bemüht sind, ihre Traditionen zu bewahren.
   
Wir fahren beeindruckt weiter ... auf geht's zum Etosha-Nationalpark.

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