Fahrt nach Merida
am Mittwoch, 11.06.2014

 
Nach einem üppigen Frühstück und der (nachgeholten) Stadtbesichtigung von Campeche starten wir
gegen 9.30 Uhr zu unserer relativ kurzen Etappe von 280 km nach Merida.
 
Wir fahren durch die Puuc-Region, eine liebliche Hügellandschaft und an zahlreichen Maya-Dörfern vorbei.
 
Gegen 11 Uhr erreichen wir die Grenze zu Yucatan. Mittags treffen wir bei den Grotten von Loltun ein.
   
Wir buchen eine Führung durch die Grotten
und treffen eine deutsche Familie,
die eine ähnliche Rundreise wie wir machen.
In der Grotte hat man Funde von zahlreichen Tier-Skeletten gemacht und Zeugnisse von Maya-Bewohnern gefunden, die sich hier vor den Spaniern versteckt haben.
 
Die Beleuchtung finden wir sehr kitschig.

Der Guide schlägt mir der Faust an die Felssäulen und erzeugt damit einen beeindruckenden Ton.
 
Olmeken-Skulptur, die noch vor den Maya hier
gewohnt haben sollen.
Die Höhle hat einige dieser Öffnungen,
in die allmählich der Wald eindringt.
   
Auf langen geraden und sehr leeren Straßen fahren wir weiter nach Uxmal und
besichtigen dort die bedeutende Maya-Stätte.
   
die Pyramide des Zauberers mit ungewöhnlicher Rückseite
   
Wir finden eine Unmenge an Reliefs und Ornamenten, die in der Maya-Kultur verschlüsselte Botschaften darstellten. Man findet Götter-Darstellungen, Skulpturen von Herrschern und immer wieder Tiersymbole,
aber auch Masken und Hyroglyphen.
   
Chaac-Masken (Regengott) der Doppelte Jaguar
   
das Nonnen-Viereck das Schilkröten-Haus
   
Große Pyramide (Gran Pirámide),die auf der Rückseite und an den Seiten völlig zugewachsen ist.
 
Nach 2 Stunden Besichtigungstour durch diese beeindruckende Tempelanlage
sind wir ziemlich geschafft und völlig durchgeschwitzt.
   
Wir haben noch ca. 80 km bis Merida zu fahren. Es beginnt wieder zu regnen und diesmal so heftig,
daß wir bei der Ankunft in der Stadt völlig überschwemmte Straßen vorfinden.
Ganz langsam fahren wir durch diese Wasserstraßen. Hauptsache wir müssen nicht stehen bleiben ...
   
Aber es geht alles gut und wir erreichen gegen 18 Uhr das sehr schöne Hotel "Dolores Alba".
   
Viel Zeit für eine Stadtbesichtigung haben wir nicht mehr, außerdem regnet es immer noch heftig. Am Zocalo finden wir die Kathedrale San Ildefonso
und den Regierungspalast.
   
Rathaus

Es hätte noch einiges zu sehen gegeben,
aber es regnet und regnet und regnet.
   
Wir geben entnervt auf und suchen das vom Hotel empfohlene Restaurant "La Chaya Maya",
wo es authentische Maya-Küche geben soll.
   
Und es war sehr authentisch (glaube ich jedenfalls). Hannes bestellt Pavo en escabeche (Putenfleisch in Brühe, linkes Bild) und ich Pipian de pavo (Pute in Kürbiskernsoße, rechtes Bild).
Aber mein Magen streikt. Es ist alles sehr lecker, aber ich bekomme nur wenige Bissen runter.
   
Zurück gehen wir durch die beleuchtete Stadt,
wieder an der Kathedrale vorbei
und durch eine hübsche Galerie.
Leider haben hier alle Geschäfte geschlossen.
 

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