Cusco und Machu Picchu
vom 31.05.
bis 03.06.2013

 
Wir verabschieden uns nun endgültig von Lima und fliegen am Freitag sehr früh nach Cusco (auf Quechua Qusqu).
 
Wir starten mit einer Stunde Verspätung. In Cusco werden wir von Gertraud abgeholt und
fahren ca. 2 Stunden bis nach Ollantaytambo.
 
Sie bringt uns zum Hotel "Munay Tika". In einer Bar gegenüber bekommen wir Suppe und Salat.
   
Am Nachmittag haben wir frei und nutzen die Zeit für einen Bummel durch Ollantaytambo.
Wir beginnen am Plaza de Armas und dringen in das enge Gassengewirr der Altstadt ein.
Auch hier sind die Grundmauern der Inka-Bauten sehr gut erhalten.
Die Spanier haben ihre Häuser einfach auf die stabilen Inka-Fundamente obendrauf gebaut.
 
In den urigen Innenhöfen werden Souvenirs verkauft und Meerschweinchen gezüchtet.
   
Wir bekommen einen Tipp, wo wir gute Meerschweinchen-Gerichte zum Abendessen bestellen können und
kehren im "Keros Inca Grill" ein. Hannes bestellt Meerschweinchen vom Grill (cuy chactado),
Moni Meerschweinchen aus dem Ofen (al horno). Es fühlt sich für uns genauso ungenießbar an, wie in Huaraz -
die Haut ist hart und zäh und hat auch noch Fellstücke.
Wir knabbern ein bißchen daran herum, beschließen aber, nie wieder Meerschweinchen zu essen.
   
Am nächsten Morgen sind wir mit Berni verabredet, der uns die nächsten 2 Tage begleiten wird.
Heute beginnen wir mit einer Wanderung zu den Inka-Ruinen Pumamarca.
 
Wir treffen Einheimische, die Holz sammeln oder Mais ernten. Sie winken freundlich.
   
Pumamarca war nur eine von zahlreichen Festungen hier im Valle de Pataqancha, die noch als Ruinen vorhanden sind. Durch die strategisch günstige Lage konnte von hier das ganze Tal gut überwacht werden.
Für den Aufstieg benötigten wir 2 1/2 Stunden, für den Rückweg bergab nur 1 1/2 Stunden.
   
Wir haben noch Zeit - erst um 16.36 Uhr geht unser Zug nach Aguas Calientes - und so klettern wir die zahllosen Stufen zur Tempelburg hinauf. Gegenüber kann man beeindruckende in Fels gehauene Gesichter erkennen.
   
Der Aufstieg ist beschwerlich und wir schnaufen mächtig - auch hier sind wir fast 3000 m hoch -
   
aber die Anlage ist ähnlich beeindruckend wie Machu Picchu.
   
Die Steine sind fugenlos aneinander gereiht. Eingang des Sonnentempels
   
Noch vor 16 Uhr finden wir uns am Bahnhof ein und mit vielen anderen Touristen fährt unser Zug pünktlich ab.
Die Fahrt dauert 1 1/2 Stunden für die Distanz von 28 km bis nach Aguas Calientes am Fuße von Machu Picchu.
   
Es wird eine interessante Fahrt. Wir sitzen leider auf der falschen Seite - spektakulärer sind die Blicke ins
Urubambatal auf der linken Fensterseite. Es wird allerdings schnell dunkel und auf der Rückfahrt sitzen wir dann (tagsüber) auf der "richtigen" Seite und wollen dann alles fotografieren.
Leider gibt mein Akku im Fotoapparat während der Fahrt den Geist auf und der Ersatz-Akku ist leer
(wie konnte das nur passieren?) - ich kann es nicht fassen und bin stinksauer! Aber alles jammern hilft nicht,
wir können nicht mehr zurück und Hannes verspricht mir, mit seinem Camcorder viele Fotos zu machen.
Aber es ist nur ein Kompromiß!

Aguas Calientes ist eine künstliche Touristenstadt und wir sind einigermaßen entsetzt.
Wir werden von Berni abgeholt, stellen unsere Rucksäcke im Hostal "Sol de Oro" ab und gehen auf die Suche nach einem Abendessen. Danach gehen wir schnell schlafen.
   
Um 4.10 Uhr klingelt der Wecker, wir frühstücken kurz und starten um 5 Uhr mit Stirnlampen zum Aufstieg
zu den Ruinen von Machu Picchu. Es ist noch sehr dunkel. Am Check-Point treffen wir weitere Touristen.
   
Wir benötigen für den Aufstieg über zahllos scheinende Stufen über eine Stunde und sind klatschnaß geschwitzt.
Frustrierend ist, daß wir oft beim Überqueren einer Fahrstraße von Bussen überholt werden,
in denen Touristen sitzen, die sich bequem zu Machu Picchu fahren lassen.
   
Kurz vor 6.30 Uhr erreichen wir den Eingang
und sind entsetzt - hier wimmelt es von Touristen!
Wir ruhen uns kurz aus (Moni friert bitterlich)
und bestaunen dann die Ruinenstadt am Huayna Picchu.
   
Wir in Machu Picchu!

Leider ist die Magie, die ich erwartet habe
getrübt - der fehlende Fotoapparat,
die Kälte und der nervige Guide haben
Moni's Laune in den Keller sinken lassen.

Schade!
   
Bernie geht mit uns durch die unglaubliche Ruinenstadt und wir sind sehr beeindruckt.
Mit welcher Präzision hier gebaut wurde, ist kaum vorstellbar - wie haben die Inkas das gemacht?
   
Intihuatana-Sonnenuhr Heiliges Tor
   
Gegen 9 Uhr beginnen wir mit der Bergbesteigung auf den Machu Picchu (ganz links im Bild).
Der Weg ist steil und anstrengend zu gehen - oft über ungleichmäßige Stufen - und er wird schmal und schmaler.
   
   
Die Ruinenstadt wird klein und kleiner.
Wir kehren um
und spazieren lieber noch ein bißchen
durch die Ruinenstadt.
   
Wir werden von Lamas begrüßt. Wir fahren diesmal mit dem Bus zurück.
   
Wieder in Aguas Caliente bekommen wir ein scheußliches Mittagessen und kaufen an einem der zahlreichen Souvenir-Stände T-Shirts für zu Hause.
   
14.30 Uhr fährt unser Zug zurück nach Ollantaytambo. Diesmal sitzen wir auf der Flußseite mit toller Aussicht.
   
Gertrud holt uns ab und wir fahren (wieder mit einem Colectivo) nach Cusco.
Erst am späten Abend erreichen wir Cusco, beziehen nur schnell unser Zimmer und suchen ein Abendessen.
   
Wir essen vorzüglich im "El Truco" am Plaza Regocijo im Zentrum von Cusco
in schönem Ambiente toll angerichtetes Lamm und Hähnchen.
   
Wir schlafen im Hostal Qorikilla. Am nächsten Morgen starten wir einen Stadtrundgang.
   
Wir steigen den Hügel zur Iglesias San Cristóbal hinauf und haben einen tollen Blick auf Cusco.
   
Wir lernen Alpakas kennen. Nebenan steht eine 18 m hohe Christus-Statue.
   
Wir steigen weitere Stufen hinauf zur Falkenfestung Saqsaywaman.
Wir sind beeindruckt von der Großartigkeit und Größe dieser Mauern, die wie überdimensionierte Puzzle wirken und seit 600 Jahren hier stehen - unglaublich, was die Inkas damals fertig gebracht haben.
   
Wir steigen wieder in die Stadt hinunter. typische Balkone aus Zedernholz
   
Plaza de Armas mit Kathedrale mitten auf dem Platz
Atahualpas - der letzte Herscher der Inkas
   
Wir besuchen das Historische Regionalmuseum und
   
das Museum Qoricancho - das sind die Reste des ehemaligen Sonnentempels der Inka,
auf die die Spanier die Kathedrale Santo Domingo gebaut haben und die wir später besuchen.
Jetzt verabschieden wir uns erst mal von Bernie und sind froh, endlich alleine durch die Stadt laufen zu können.
   
Wir schlendern auf der Av. el Sol (dt. Sonnenallee) bis zur Santo-Domingo-Kirche.
   
Wir zahlen noch mal 2x10 Soles Eintritt (ca. 5 €), haben es aber nicht bereut.
Auch hier kann man in beeindruckender Weise überall sehen, wie haltbar die Inkas ihre Grundmauern gebaut
und die die Spanier für alle ihre "Neubauten" genutzt haben.
   
Danach haben wir genug alte Steine bewundert und schlendern über den Zentralmarkt San Pedro
und sind begeistert:
Käse Kartoffeln aller Art - auch schwarze
   
Fladenbrote mit Muster Dörrfisch
   
verkaufen macht müde ein Wunderheiler
   
Am Ende unseres Stadtbummels finden wir noch den berühmten 12-Eck-Stein in einer schmalen Seitengasse.
   
Nach einem leckeren Abendessen im "La Retama"
am Plaza de Armas
verabschieden wir uns von Cusco.
Gertraud holt uns ab für unsere Busfahrt nach Bolivien.
   
Wir reisen wieder recht komfortabel und können sogar ein bißchen schlafen.
Allerdings dröhnen lange einige Spielfilme über die Monitore, die sich leider nicht abschalten lassen.
 
 

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