Shanghai
05.11. bis 08.11.2017

 
Erst am späten Abend kommen wir in Shanghai an,
so dass wir unsere Erkundungen erst am nächsten Tag starten.
 
Wir wohnen sehr zentral im schönen Hotel "Astor". Es ist ein fast antikes Haus und wirkt sehr mondän.
   
Das Frühstück ist großartig. Wir starten frühmorgens ins Stadtzentrum.
   
Es ist noch etwas dunstig. Wir schlendern am Fluss Huangpu entlang zum "Bund".
   
   
Der "Bund" hat zahlreiche prächtige Bauten - meist im Kolonialstil. Darin befinden sich Banken,
verschiedene Firmen-Sitze, eine Versicherungsgesellschaft, ein Zeitungsverlag und Hotels.
   
Wir entdecken die unterirdische Bahn, die unter dem Huangpu-River entlang führt. Es wird eine kurze, aber spektakuläre Fahrt durch
eine Tunnel-Röhre mit bunter Licht-Show.
   
  Und dann steigen wir auf der anderen Flußseite aus und kriegen den Mund nicht mehr zu vor Staunen!
   
Unglaublich was die Chinesen hier hin gebaut haben. Das ganze Viertel ist erst nach 2010 entstanden.
   
Am Eingang zum Shanghai-Tower befinden sich
zum Teil unterirdisch viele Luxus-Läden.
Der Shanghai-Tower ist
das zweithöchste Gebäude der Welt ... noch!
   
Aber man fährt mit dem schnellsten Lift der Welt (73 km/h) - in den 118. Stock!!!
   
Es ist atemberaubend und nichts für Menschen mit Höhenangst.
Auf dem rechten Bild kann man ganz klein Fensterputzer außen sehn - das ist ja wohl der Hammer!
   
Es gibt sogar etwas Grün zwischen dem vielen Beton.

Danach fahren wir mit der U-Bahn. Das ist einfach, da wieder vieles in Englisch aufgeschrieben ist.
   
In der Altstadt steigen wir aus. Das ist das Asien, das wir kennen.
   
Mit kleinen Läden hält man sich hier über Wasser.
Manche Chinesen gehen tatsächlich
im Schlafanzug auf die Straße.
   
Das Altstadt-Viertel sollte abgerissen werden, aber man hat sich (zum Glück) eines Besseren besonnen.
Allerdings werden nicht einzelne Häuser restauriert, sondern gleich ganze Straßenzüge gleichzeitig.
   
Aber was daraus entsteht, ist bewundernswert und gefällt uns sehr gut.
   
Der Yu-Garden ist ganz in der Nähe und gegen einen kleinen Eintrittspreis (40 RMB = ca. 5 €)
besuchen wir einen der schönsten Gärten Chinas.
Allerdings sind wieder zahlreiche Touristen hier - meist Chinesen.
   
Interessant finden wir die Zick-Zack-Brücke. Sie ist deshalb so gebaut worden, damit sie die bösen Geister verwirren und vertreiben soll. Ob das wohl klappt? Durch ein großes Tor gelangen wir
schnell wieder ins Stadtzentrum und zum Bund.
   
An diesem Abend ist für uns eine Schifffahrt gebucht. Wir lernen Guo kennen, die uns zum Schiffsanleger bringt.
Morgen werden wir bei Guo und mit ihrer Familie zusammen kochen.
   
Das große Boot ist total überfüllt und wir bekommen nur mit Mühe einen (Stand-) Platz an der Reling,
um die großartige Kulisse an uns vorüber ziehen zu lassen.
Aber es ist beeindruckend und das Lichtermeer an Farbigkeit kaum zu überbieten.
   
Immer wieder beobachten wir Brautpaare beim
Foto-Shooting. Es ist hier üblich, dass man sich vor der Hochzeit vor grandiosen Kulissen fotografieren läßt, um dann zur Feier schon Fotos verschenken zu können.
Am nächsten Morgen fahren wir wieder U-Bahn,
diesmal zur Longyang-Road. Das ist die Endhaltestelle der Transrapid-Bahn, die hier Maglev heißt. Zwischen
9 und 11.30 Uhr fährt sie Höchstgeschwindigkeit.
   
Ein U-Bahn-Ticket kostet 4 RMB (ca. 0,50 €).
Das Transrapid-Ticket kostet á 80 RMB (ca. 10 €)
für die Hin- und Rückfahrt.
   
Wir fahren nach Pudong zum Flughafen, der anderen
Endhaltestelle. Der Zug benötigt 7 min. für die 30 km!
Der Zug ist relativ leer. Um 9.30 Uhr fahren wir los und erreichen nach 2 Minuten schon 300 km/h
   
und nach 3 min. die Höchstgeschwindigkeit. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl ... irgendwie merkwürdig ...
man hat einen seltsamen Druck im Kopf. Oder ist das nur mental?
Die Autos auf der Straße fliegen nur so vorbei und fotografieren ist fast unmöglich.
   
In Pudong steigen wir aus und fahren mit
dem nächsten Zug zurück zur Longyang-Road.
Abfahrt war 10 Uhr.
   
Und das sind die Magnetschienen,
auf denen wir so schnell dahin gebraust sind.
10.07 Uhr Ankunft am blitzsauberen Bahnhof
der Longyang-Road.
   
Die Postkarten, die ich in diesen Briefkasten
geworfen habe, sind leider nie angekommen.
Er sollte 15.13 Uhr geleert werden!
Wir haben öfter mal Street-Food probiert,
der zahlreich vorhanden ist und sehr gut schmeckt -
hier die Dumplings (chinesische Wantan).
   
Und wir bewundern wieder die unglaubliche Sauberkeit in allen chinesischen Städten, wo wir bisher waren.
Hier konnten wir mal live eine Putztruppe beobachten, die gerade angelernt werden ;-)
   
Am Nachmittag fahren wir mit einem Taxi in die Wohnstadt am Stadtrand von Shanghai zu Guo's Familie.
Guo hatte uns die Adresse für den Taxifahrer auf einen Zettel geschrieben.
   
Wir lernen Guo's Mann JK und die 5-jährige Tochter Ashley kennen und gehen gemeinsam einkaufen.
Guo und ihr Mann sprechen ein hervorragendes Englisch und die Verständigung ist kein Problem.
   
Spontan besuchen wir noch den Großvater der Familie, der schon 93 Jahre alt ist und in einem Altersheim lebt.
Wir bringen ihm Mandarinen.
Er ist ganz begeistert über den fremden Besuch.
Das Altersheim ist sehr sauber und zweckmäßig.
Dann aber ist kochen angesagt.
Leider ist die Küche sehr klein. Guo hat auch eine Haushalthilfe, die schon viel vorbereitet hat
und ständig spült.
   
Hannes darf Gemüse schnibbeln und ich darf Dumpling-Teig ausrollen.
   
Gegen 19 Uhr ist das Mahl bereitet.
Es gibt Fisch, marinierte Rippchen,
kaltes Hühnerfleisch,
eine Kartoffel-Gemüse-Suppe
und Dumplings.
Es ist alles sehr mild gewürzt,
aber es gibt zahlreiche Chilisoßen,
mit denen wir alles etwas aufpeppen können.

Wir schwatzen noch eine ganze Weile,
erfahren viel über das Leben der Familie
und erst weit nach 20 Uhr fahren wir
(wieder mit einem Taxi) zurück ins Hotel.

Das war ein gelungener Abend.
An unserem letzten Tag
besuchen wir den Jing'an-Tempel,
einen der bedeutendsten buddhistischen
Tempel in China.
Und er ist wirklich beeindruckend
und sehr sehenswert.
   
Hier wohnen sogar noch Mönche. Danach gehen wir durch den angrenzenden Park.
   
Es ist ein wirklicher Volkspark. Die Leute treiben Sport, tanzen, üben sich in Tai-Chi,
   
betätigen sich künstlerisch, spielen Brettspiele
   
oder musizieren und singen.

Alles wirkt so harmonisch und die
Menschen ausgeglichen und
zufrieden.
   
Später spazieren wir die Nanjing-Road entlang. Hier ist alles ansässig, was Rang und Namen hat ...
   
Auch Sachsens Glashütter Uhren sind in Shanghai! Dior, Cartier, Dolce & Cabbana, Prada, Breitling ...
   
Dann suchen wir das Mao-Zedong-Haus, aber sein ehemaliges Wohnhaus wird rekonstruiert.
   
Stattdessen entdecken wir die Brauerei "Goose Island". Hannes bestellt ein Probiert-Set in einer Schatulle. Darin befinden sich 6 verschiedene Biere (a 200 ml!). Mir genügt ein Glas "Gänse-IPA" ;-). Tolle Idee!
   
Auf der gleichen Straße kehren wir noch ins Hard-Rock-Café ein ... und kaufen für Hannes ein T-Shirt.
   
Eine Sensation finde ich die
"Public-Toilet", die man in allen Städten
aller gefühlten hundert Metern findet.
Sie sind sauber und kostenlos!
Genial!
   
Auf der sehr schönen Fußgänger-Meile - der Nanjing East, entdecken wir einen riesigen Lebensmittel-Tempel.
   
Wir essen Taube und Qualle.
   
Das war ein würdiger Abschluß
unseres sehr interessanten China-Urlaubes,
der nur leider viel zu kurz war.
Aber vielleicht kommen wir ja mal wieder.
   
Am nächsten Tag fahren wir sehr früh zum Flughafen Pedong. Heute gibts hier keinerlei Smog.
Schade, dass wir abreisen müssen.

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