Auf der Insel Samosir im Toba-See
 06.-08.04.2012
 

Nach einer leckeren Nudelsuppe zum Frühstück starten wir gegen 8 Uhr. Ismil, unser Fahrer,
benötigt für die 220 km von Bukit Lawang nach Parapat fast 8 Stunden Fahrtzeit.
Die Straßen sind asphaltiert, aber auch schon mal mit Schlaglöchern übersät und führen durch zahlreiche Dörfer.
Es kam aber auch noch ein Umweg wegen einer Straßensperre dazu.
Es war nie langweilig, denn es ist immer wieder interessant, das Leben auf und an der Straße zu beobachten.

 
   
Nudelsuppe zum Frühstück Das Kind steht auf dem Sitz - unglaublich!
   
   
Stopp mit Blick auf den Vulkan Sinabung Stopp in Kuala - es ist Markt und
Hannes probiert ein Getränk, das aus Wurzeln gebraut wurde und ewige Gesundheit verspricht ...
   
   
Stopp an der Tankstelle -
ein Liter Benzin kostet ca. 0,40 €
Am Nachmittag erreichen wir den Kraterrand, der den Toba-See umgibt und es beginnt zu regnen.
   
   
Endlose Autoschlangen wälzen sich hinunter nach Parapat, dem Küstenort am Toba-See. Die Fähre auf die Insel Samosir fährt zum Glück erst um 16.30 Uhr, die wir grade noch erreichen.
   
   
Der Regen peitscht uns in die Seite und wir kramen unser einziges mitgebrachtes Fleece-Shirt heraus.
   
   
Wir werden nicht abgeholt, finden aber zum Glück den Weg schnell zu unserer Tabo-Cottage auf der Halbinsel
Tuk-Tuk (im Dorf Tuk-Tuk), denn es regnet unvermindert weiter.
Es ist eine schöne Anlage, die lauter kleine Apartments im Batak-Stil der Region hat.
   
 
Wir beziehen unser Cottage
und sind mal wieder begeistert.
Die Hängematte können wir leider nicht nutzen, denn der Regen spritzt seitlich auf unsere Terrasse.
 
   
Dafür gönnen wir uns ein großes Bintang-Bier, das es hier gibt und ein Abendessen
(Fisch/Hannes und gebratene Auberginen/Moni), das uns aber nicht besonders schmeckt.
 
   
Am nächsten Morgen ist der Himmel noch mit Wolken bedeckt, aber die Luft ist klar und kühl.
Ich wage es, eine Runde im See zu schwimmen.
Es ist in der Tat wie im Märchen hier.
   
   
Die deutsche Besitzerin dieser Anlage (Annette Horschmann) besorgt uns 2 Fahrräder,
denn unser Reiseveranstalter hatte uns empfohlen, die Insel mit dem Rad zu erkunden.
Noch vor 9 Uhr radeln wir los.
 
   
Es radelt sich sehr angenehm und die Wolken
werden mehr und mehr von der Sonne verdrängt.
Immer wieder gibt es wunderschöne Blicke auf den Toba-See und wir müssen stehen bleiben und fotografieren.
   
   
Hier wird Reis, viel Chili, Mais u.a. Gemüse angebaut. Mais und Erdnüsse liegen in der Sonne zum Trocknen.
   
   
Die Menschen wohnen in diesen Häusern, die sehr einfach ausgestattet sind und zum Teil keinen Strom haben.
Das Volk der Batak waren ursprünglich Kannibalen und Kopfjäger. Uns begegnen aber nur sehr freundliche Menschen.
   
   
Wir staunen über die zahlreichen christlichen Kirchen - hier auf dem überwiegend moslemischen Sumatra.
   
   
Sie deuten auf die Missionierung durch Deutsche im 19. Jahrhundert hin.
   
   
Wir erreichen die Nordspitze der Insel Samosir gegen 11 Uhr und uns wird klar,
daß wir eine komplette Umrundung nicht an einem Tag schaffen. Schade!
   
   
  Wir radeln zurück.
   
 
Nächster Halt ist das Museum Siallagan bei Tomok. Dieser Platz war eine Gerichts- und Hinrichtungsstätte.
 
   
   
Sehr anschaulich kann man das Leben von damals nachvollziehen, aber vieles bleibt im Dunkeln.
 
   
Es ist inzwischen nach 13 Uhr und wir suchen ein Mittagessen. Wir finden am Straßenrand einen kleinen Imbiß, wo wir sehr leckeren gebratenen (frisch zubereiteten) Reis bekommen.
 
Danach entdecken wir ein Schild "Wasserfall" und versuchen, dem zu folgen.
Es wird eine abenteuerliche Aktion, denn bald ist der Weg nicht mehr mit dem Fahrrad befahrbar. Wir stellen die Räder ab und klettern über Felsen und Baumwurzeln ziemlich steil nach oben - immer dem Wasserfall entgegen.
   
   
 
Hier kommen wir nicht mehr weiter. Wir beschließen, umzukehren.
 
Die Sorge, daß die Fahrräder
vielleicht gestohlen werden,
war zum Glück unbegründet.
Noch zweimal müssen wir auf dem Rückweg in einem Rasthaus anhalten, um etwas zu trinken.
Es ist inzwischen sehr heiß und schwül und unsere Trinkvorräte gehen zur Neige.



Außerdem kündigen dunkle Wolken den nächsten Regenschauer an.



Wir schaffen es aber,
trocken unser Quartier zu erreichen
und
   
   
es bleibt sogar noch Zeit für ein erfrischendes Bad. Danach regnet es aber wieder heftig.
 
   
Für das Abendessen suchen wir uns heute ein Lokal in der Nachbarschaft, wo wir hervorragendes Curry (Moni)
und gebackenen Fisch (Hannes) und einen sehr leckeren Ananas-Juice bekommen.
   
   
Am nächsten Morgen müssen wir früh aufstehen, denn schon um 8 Uhr bringt uns die Fähre wieder aufs Festland.
Die Berge ringsum hüllen sich in mystische Nebelfelder und erzeugen eine märchenhafte Stimmung. 
   
 
Ismil nimmt uns in Parapat in Empfang und wir fahren, mit einem sehnsüchtigen Blick zurück
auf dieses schöne Fleckchen Erde, zu unserer nächsten Station.
   
   
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