Bali Sidemen
11.-13.04.2012
 
Am nächsten Morgen packen wir wieder unsere Koffer und werden um 8.30 Uhr von Ngurah von Bee-Trans abgeholt für unsere nächste Station - die Besteigung des Mt. Agung.
Dazu fahren wir 3 Stunden immer in Richtung des Berges.
Ich freue mich schon sehr auf diese Bergbesteigung, die gegen Mitternacht starten soll.
 
   
Unterwegs besuchen wir eine weitere Tanz-Veranstaltung. Diesmal ist es ein Barong-Tanz (Tanz-Drama),
der eine richtige Handlung hat. Wir sind zu früh da und dürfen uns mit einer Tänzerin fotografieren lassen
und die Requisiten anschaun.
   
   
   
Ein Prinz soll der Todes-Göttin geopfert werden, aber der Gott Shiva macht den Prinzen unsterblich.
 
Gegen 10 Uhr fahren wir weiter und treffen mittags in Sidemen ein. Dort erwartet uns eine böse Überraschung.
Der Mt. Agung ist wegen einer hinduistischen Zeremonie für Nicht-Hindus und Touristen gesperrt.
Das ist erst gestern beschlossen worden und soll ca. 3 Wochen andauern.

Ich kann es nicht fassen und bin maßlos enttäuscht!
   
   
Aber schimpfen hilft nicht - man verliert nur sein Gesicht - und so beziehen wir erst mal unser Zimmer.
 
   
Es ist wieder sehr, sehr schön - groß und mit Blick auf den Mt. Agung ... wie gemein!
 
Wir bestellen erst mal ein Mittagessen
und sind ein weiteres Mal enttäuscht.
Der Reis und das Gemüse sind halbgar und fade.

Wir stellen fest, daß die Hotel-Anlage "Nirarta"
ein Joga-Zentrum ist und die Gäste sehr
merkwürdige Menschen sind,
die sich wohl zur Selbstfindung hier aufhalten.

So schmeckt auch das Essen ...
   
   
Danach unternehmen wir einen Spaziergang durch die Reis-Terrassen
 
   
bis hinunter zum Unda River. Die Landschaft ist idyllisch schön.
   
 
typisches Haus auf Bali Mt. Agung mit ein paar Wolken
 
Wir spazieren noch ein Stück durch das Dorf, treffen in einem kleinen Laden auf ein nettes Ehepaar,
die etwas englisch sprechen, und wo wir ein paar Getränke kaufen.
 
   
An der windigen Holzbrücke kehren wir um. Kinder sind immer sehr freundlich.
   
 
Mt. Agung - der Gipfel ist wolkenfrei schön wär's ...
 
   
Am nächsten Morgen starten wir um 6 Uhr zu unserer angebotenen Alternative - der Besteigung des Mt. Batur.
 
Wir fahren fast 1 1/2 Stunden bis nach Kintamani, wo man uns einen Führer besorgt,
auf den wir aber warten müssen. Irgendwie ist er nicht auf uns vorbereitet, denn er kommt in Flip-Flops daher
und sieht aus, als wäre er gerade aus dem Bett gestiegen.
 
   
Gegen 7.30 Uhr laufen wir los. Der Weg ist einfach, aber steil und wir kommen bald ins Schwitzen.
   
   
Schon nach 1 Stunde und 20 min. erreichen wir eine
kleine Teestube. Das ist unser Ziel für heute ...
Eine wirkliche Alternative zum Mt. Agung war das nicht ...
Die Aussichten sind aber sehr schön.
   
 
Nach einem Tee steigt der Guide mit uns ein Stück in den Krater hinein.
Er zeigt uns, wie hier das Innere der Erde noch brodelt.
   
 
Der letzte große Ausbruch des Mt. Batur war erst 2000.
Das Dunkle ist das erkaltete Lavafeld von damals.
Gegen 10 Uhr treten wir den Rückweg an,
den wir in 45 min. bewältigen.
   
 
Unser Fahrer steht bereit und wir halten an einem kleinen Restaurant für ein Mittagessen -
wieder mit Blick auf den Mt. Agung ...
   
Danach fahren wir zum Fuß des Mt. Agung zur Tempelanlage Besakih. Sie liegt auf 1.000 m ü.M. Es herrscht emsiges Treiben, wo nach dem komplizierten Pawukon-Kalender (1 Jahr hat 210 Tage!)
das Kajeng-Kliwon und/oder Buda Kliwon gefeiert wird.
 
   
Wir müssen Eintritt bezahlen und einen Sarong kaufen. Das hätte man uns vorher sagen sollen.
Ich habe so ein großes Tuch im Koffer.
 
Außerdem verlangt man von uns eine sogenannte Spende, die aber m.E. eine Abzocke für Touristen ist.
Dafür bekommen wir einen Guide, den wir gar nicht brauchen und der sehr schlecht englisch spricht ...
was soll's ...
   
 
Wir folgen den Menschenströmen von Einheimischen. Es ist ein schöner Anblick, das Gewimmel von
farbenfrohen Sonntagskleidern zu beobachten. Die Männer tragen allerdings weiße Hemden.
   
   
Wir steigen ganz nach oben bis zu den letzten Pagoden und erfassen erst jetzt, wie riesig das Gelände ist. Vor jeder Pagode haben sich zahlreiche Menschen versammelt, die ihre Hindu-Rituale vollziehen.
   
 
Es beeindruckt uns sehr - die Stimmung ist mystisch. Danach steigen wir die vielen Stufen wieder nach unten -
 
 
vorbei an zahlreichen Ständen, die mit interessanten Imbissen locken. Wir aber fahren zurück.
   










Wir versuchen, uns bei unserem Hotel im Unda-River etwas abzukühlen, aber das Gewässer ist zu flach.
   
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