Tokio
vom 01.05. bis 04.05.2018

 
Nachdem wir morgens noch Zeit hatten, uns von Stefanie, Holger und den Jungs zu verabschieden,
starten wir mit Max mit dem Auto wieder zurück nach Shanghai-Pudong zum Flughafen.
Wir fliegen 2 1/2 Stunden bis nach Tokio-Narita. Wieder landen wir überpünktlich, werden aber leider
nicht abgeholt. Man hat wohl nicht mit dieser vorzeitigen Landung gerechnet.
Nach einem kurzen Telefongespräch erfährt Hannes, dass aber jemand auf dem Weg zu uns ist.
Narita lagt aber auch ca. 100 km vom Tokioer Zentrum entfernt.
   
Erst gegen 20.30 Uhr Ortszeit checken wir im Super-Lohas-Hotel in einem großen Hochhaus ein.
   
Das Zimmer ist mega-mini und im Bad kann man sich nur mühsam um die eigene Achse drehen.
Aber wir brauchen ja auch nur eigentlich ein Bett zum Schlafen ;-)
   
Wir wollen am nächsten Morgen gleich die Stadt erkunden und finden ganz in der Nähe die U-Bahn-Station Akasaka. Hannes kauft zwei Tageskarten. Wenn man das System der U-Bahn-Netze mal verstanden hat,
ist es eigentlich ganz einfach. Es ist meistens auch alles in Englisch beschrieben.
   
Wir fahren zuerst mit der Chiyoda-Linie bis zum Hauptbahnhof. Es erwartet uns ein interessantes Gebäude im Neobarock-Stil. Man sieht es dem Haus nicht an, aber er ist einer der größten Bahnhöfe der Welt. Unterirdisch gibt es 5 Plattformen und 3 über der Erde und es gibt 10 verschiedene Gates neben dem Haupt-Gate. Unglaublich!
   
Wir spazieren durch die Stadt - so haben wir uns Tokio auch vorgestellt.
   
viel bunt ... viel Reklame ...
und immer wieder Pachinko & Slot. Die Japaner sind spielsüchtig, dabei gewinnt man gar kein Geld ...
   
Wir gehen durch Häuserschluchten, die oft auch begrünt und mit Blumen bepflanzt sind.
   
Interessant finden wir die Sauberkeit in der Stadt.
Hier werden die LKW-Reifen gesäubert, bevor er
von der Baustelle auf die Straße fahren darf!
Die Ampelmännchen haben oben drüber Leuchtstreifen, die immer kleiner werden. Wenn nur noch der untere Streifen grün leuchtet, wird gleich Rot.
   
Wir besuchen den Kaiserpalast, aber er ist nur am 23.12. (Geburtstag des Kaisers) und am Neujahr (2.1.) für die Öffentlichkeit zugänglich. Aber die Parkanlagen drum herum sind sehr schön.

   
Für den East-Garden braucht man eigentlich mindestens 2 Stunden - leider haben wir nicht so viel Zeit.
   
Auf Empfehlung der Dame in der Tourist-Information schlendern wir durch das Ginza-Viertel:
   
   
   
Nächstes Ziel ist der Tokyo-Tower.
Er ist Fernsehturm und Wahrzeichen von Tokio.
   
Mit einem Lift kann man ganz nach oben fahren.
   
   
Ein Segment im Fußboden ist aus Glas und
man kann tief runter bis auf die Straße schaun.
Mittags entdecken wir ein kleines Sushi-Lokal.
   
Man sitzt quasi an einer Theke und kann dem Koch zuschaun, wie er unsere bestellten Sushi zubereitet.
Das war sooo lecker. Wir haben nie leckerere Sushis gegessen.
   
Spät am Nachmittag kehren wir noch im Brauhaus Lion ein. Es ist dem Hofbräuhaus in München nach empfunden. Die Kellnerinnen tragen eine Art japanischen Dirndl bzw. wie sich Japaner Dirndl vorstellen ;-)
   
Das Bier schmeckt lecker. Die Auslagen im Schaufenster faszinieren uns wieder.
Schon mehrfach konnten wir diese
Essen und Getränke aus Plastik bestaunen.
Es gibt in Japan einen ganzen Industriezweig davon.
Am nächsten Morgen stehen wir sehr früh auf, denn wir haben für 4 Uhr ein Taxi bestellt.
   
Wir wollen zum Tokioer Fischmarkt, der täglich um 4 Uhr nur 50 Zuschauerplätze für die Fisch-Auktion vergibt. Es ist 4.08 Uhr und wir sind zu spät.
Es gibt keine Plätze mehr für uns.
   
So wollen wir wenigstens bis 5 Uhr warten,
wenn dann die große Fisch-Halle öffnet.
Leider regnet es zu allem Pech!
Wir gehen im Viertel spazieren,
wo schon viele andere Stände aufgebaut werden.
   
Die Auslagen in der Fisch-Halle sind dann aber auch wirklich sehenswert und begeistern uns.
   
Aal Oktupus
   
Seeigel und riesige Austern Jakobsmuscheln
   
Aal-Spieße

Um 7 Uhr öffnet dann das Restaurant und wir
bekommen ein tolles Frühstück ...
mit viel Fisch natürlich.
   
Draußen vor den Fisch-Hallen herrscht emsiges Treiben. Der ganze Markt soll auch dieses Jahr noch umziehen.
Er platzt wohl hier aus allen Nähten.
   
Nächstes Ziel ist der Sensoji-Schrein.
Zunächst müssen wir durch die Nakamise-dori,
eine wuselige Geschäftsstraße.
Die Tempelanlage ist riesig und mit vielen Schreinen ausgestattet. Es ist die älteste Tempelanlage in Tokio.
   
Besonders am Haupttempel sind viele Menschen unterwegs.
Alle wollen die goldene Kannon ("Göttin der Gnade") sehn.
   
Beliebtes Fotomotiv ist das Kaminarimon-Tor. Wir gehen langsam zum Ausgang
   
und noch ein bißchen durch das Asakusa-Viertel, wo wir einem Hochzeitspaar in einer Kutsche begegnen
   
und andere interessante Sachen am Straßenrand entdecken.
   
Danach laufen wir in Richtung des neuen Fernsehturmes "Skytree", der der höchste in ganz Japan ist.
Er wurde erst 2012 eröffnet.
   
An diesem Aben probieren wir das
Ramen-Lokal auf unserer Straße aus.

Im Schaufenster finden wir wieder die
Gerichte täuschend echt in Plastik.
   
Miso-Ramen aus Plastik Miso-Ramen in echt
   
Am nächsten Tag besuchen wir noch den wunderschönen Ueno-Park mit dem berühmten Kaneiji-Tempel,
der leider geschlossen ist.
   
Wir finden im angrenzenden Yanaka-Viertel ein paar traditionelle Holzhäuser
 
und einen interessanten Friedhof. Wir kaufen Fahrkarten für die Fahrt nach Sendai.
   
Abends entdecken wir im Ginza-Viertel einen Food-Park. Um einen Springbrunnen haben sich zahlreiche Imbisse
   
und Sitzgruppen aufgestellt. Die Angebote sind ausgesprochen verführerisch.
   
Bratwurst am Spieß gefüllte Teigrollen
   
und was wir kaum glauben können  -
Kölsch und Altbier!
Wir wußten gar nicht, dass es so viele verschiedene Sorten Sake gibt.
   
Hannes bekommt eine Bier-Auswahl. Am Rande des Geländes spielt eine Band.
   
Wir verlassen den netten Park erst
als es schon dunkel ist.

In Japan ist Rauchen auch nur
sehr eingeschränkt erlaubt.
Auf öffentlichen Plätzen und in Parks
ist es gar nicht erlaubt -
nur in separaten abgetrennten
Bereichen, so wie hier.
   
   

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