Madaba und Bethanien am 13. Oktober 2008

 

Die Fahrt aus der Stadt verlief heute relativ problemlos - erst war der Flughafen ausgeschildert und dann schon Madaba. Eine Stunde später stellten wir unser Auto auf dem Parkplatz am Visitor-Center in Madaba ab.
 

 

Danach brauchten wir nur den Touristen zu folgen.
   


Wir schauten zunächst kurz in eine Mosaik-Schule


und besuchten danach den Archäologischen Park -

 


ein kleines Freilichtmuseum mit ganz erstaunlichen und sehr gut erhaltenen Mosaiken.

 


In der Hippolytus-Halle findet man


z.B. die Darstellung von Aphrodite mit Amor.

 


Hergekommen sind wir aber eigentlich wegen der
St. Georgskirche (eine griechisch-orthodoxe Kirche), in der ein berühmtes Boden-Mosaik zu besichtigen ist.


Es stammt aus dem 6. Jahrhundert und ist die
älteste Darstellung Palästinas überhaupt.
 

 

Es bestand ursprünglich mal aus über 2 Millionen Mosaiksteinen. Leider sind durch Brände und
andere Beschädigungen nur noch Teilstücke
der Karte zu bewundern.

Die zahlreichen Touristen hier machten es uns
schwer, die Mosaik-Karte aufs Foto zu bekommen.
Wir entdeckten mit Hilfe einer gekauften Übersichtskarte einige Details,

 


wie hier Jerusalem mit Stadtmauer und Türmen
 


und diesen Fisch, der weg vom Toten Meer den Jordan-Fluß stromaufwärts schwimmt.

 


Wir schlenderten danach noch ein bißchen durch die Stadt, fanden ganz Erstaunliches
 


und auch einen (letzten?) Teppichladen mit Webstühlen, für die die Stadt bekannt ist.
Es war der einzige Laden dieser Art,
den wir hier gefunden haben.


Wir schauten kurz in die Apostelkirche hinein,
die auch sehr gut erhaltene Mosaike hat.

 

 


Nächstes Ziel war der Mount Nebo mit seinem markanten Gipfelkreuz umschlungen
mit einer Schlange aus Stahl.

 


Leider war das ganze Gelände eine einzige Baustelle,
 

   

aber die Aussicht von hier war beeindruckend. Man soll bei klarer Luft bis nach Jerusalem
und das West-Jordanland schauen können - nur heute leider nicht.

 


Wir sahen uns noch die Mosaike des ehemaligen Klosters an und fuhren in Richtung Totes Meer weiter.

   

Da der Mount Nebo gut 700 m.ü.M. hoch ist und
wir zum Toten Meer fahren, das 400 m unter dem Meeresspiegel liegt, haben wir 1.100 Höhenmeter
in vielen Serpentinen abwärts vor uns.

Die Asphaltstraße ist aber gut ausgebaut.

 

   

Im Tal angekommen suchen wir Bethanien mit der Taufstelle, wo Jesus durch Johannes den Täufer getauft worden sein soll.

Man muß der Ausschilderung zur "Baptism Site"
folgen und kommt zu einem Gate,
wo wir 7 JD (ca. 8 €) bezahlen und
das Auto stehen lassen müssen.

 

   


Man steigt um in einen offenen Planwagen und wird durch das sensible Grenzgebiet gefahren.
Den berühmten Eliashügel sahen wir leider nicht.
 


Überall stehen Grenzsoldaten.


Wir erreichen den Jordan und sind etwas enttäuscht

   

über diesen Fluß, der so bekannt und
nur noch ein schlammiger Bach ist.

 

Wir dürfen aussteigen.

Mit einem Guide gehen wir auf einem
angelegten Fußweg bis zum Taufplatz.
 

 

 

   


Und hier soll Jesus einst getauft worden sein.
 


Am Jordanufer liegt wenige Meter Luftlinie gegenüber Israel bzw. das Palästinenser Gebiet.
 


Es wird demonstriert, wer hier das Sagen hat.
 


Moni wagt es, ihre Hände im Jordan zu waschen.
 


Die religiöse Bedeutung dieses Fleckchens Erde ließ diese Gegend zu einem wichtigen Pilgerziel für viele Christen werden.
 


Diese russisch-orthodoxe Kirche wurde
erst 2003 erbaut und

 


weitere Kirchen entstehen in der Umgebung.
 


Wir gehen zurück zum Shuttle-Fahrzeug
 

und fahren wieder zum Gate, wo man uns
am noch recht neuen Souq aussteigen läßt.
Hier soll man Souvenirs kaufen, aber das Areal
wirkt irgendwie kalt und ohne Atmosphäre
und viele Läden sind geschlossen.

 

Wir verlassen den merkwürdigen Ort und
fahren zum Toten Meer.

   
 

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