In der Wüste Wadi Rum vom 18. - 20. Oktober 2008

 

 
   

Wir fahren weiter auf dem Kings Way in Richtung Süden und erreichen noch mal einen sehr schönen Aussichtspunkt für einen letzten Blick auf die Felsenlandschaft von Petra.

   


Jetzt geht's weiter auf der Autobahn 15,
die die Hauptverbindungslinie zwischen dem Hafen am Roten Meer und der Hauptstadt ist.
 


Nach 1 Autostunde erreichen wir das Wadi Rum und sind beeindruckt.
Schon von Weitem sehen wir die gewaltigen Felsberge dieser Wüste, die hier 1.700 m hoch sind.
 


Am Visitor Center kaufen wir Eintrittskarten und telefonieren mit Eid, den wir am Wadi Rum Resthouse treffen. Er nimmt uns mit in sein Haus, bewirtet uns mit Tee und später essen wir zusammen noch Salat.
Wir sind wohl zu früh hier angekommen. Danach fahren wir mit Eid's Neffen Salame in einem uralten Jeep zuerst mal zu einem Haus, wo mit einem Eimer und Trichter Benzin in den Tank geschüttet wird.
 


Dann geht es endlich los. Wir starten zu einer fast 2-stündigen Jeep-Safari durch die Wüste.
 


Uns erwartet eine unglaubliche Landschaft. 

   


Die Felsen sind bizarr und Wind und Wetter haben ganz ungewöhnliche Formen geschaffen.

   
   

Erster Halt sind Felszeichnungen, die von Durchreisenden und Beduinen
schon vor unserer Zeitrechnung stammen.

 


Hier erreichen wir die die Felsbrücke Um Fruth und möchten gerne mal da hoch klettern.
 

   

 

 

Aber es ist
beschwerlich und
eine ziemliche
Kraxelei.

 

 


Nächster Halt ist eine riesige Sanddüne,
auf die wir ein Stück klettern.
Der Sand ist fast so rot wie in Australien.
 


Am Ende des befahrbaren Geländes finden wir eine weitere Felsenbrücke - Jebel Burda. Diese ist aber nur mit einer ca. 2-stündigen Klettertour erreichtbar.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überall finden wir Kamelspuren, denn man kann die Wüste auch auf dem Rücken eines Kamels oder
eines Pferdes durchqueren.

   
   

Wir erreichen gegen 16 Uhr unser Camp für die nächsten 2 Nächte. Es ist ein einfaches Camp mit mehreren abgeteilten Zelträumen und einem großen Platz mit Feuerstellen. Wir sind ganz alleine hier.
 

Etwas entsetzt sind wir über unsere Schlafstatt,
denn die Kissen und die Decken sind ziemlich schmuddlig und wir haben keinen eigenen
Schlafsack mitgenommen. Wir bekamen aber
später noch ein sauberes Laken und eine Decke.

Wir stellen unsere Rucksäcke ab und gehen
noch mal los, um uns die Umgebung etwas
näher anzuschaun.

   
   

Es tut gut, ein Stück zu laufen, nachdem wir heute fast nur gesessen haben.

   


Die Landschaft begeistert uns.


 


Die Sonne steht inzwischen schon sehr tief und
wir beeilen uns, um zum Sonnenuntergang
wieder an unserem Camp zu sein.
 

   

Das Farbenspiel, das uns dort erwartet,
ist einfach grandios.

Wir sind fasziniert.

   

Im Camp war inzwischen ein Feuerchen angezündet, Tee gekocht und von Sidan ein Abendessen
zubereitet worden. Die Reis-Hühnchen-Pfanne hat sehr gut geschmeckt.
Unsere Stirnlampen leisteten uns jetzt gute Dienste. Sehr früh kriechen wir in unsere "Betten".

   
   

Am nächsten Morgen bin ich schon sehr früh wach.

   


Die Jungs haben draußen bzw. im Auto geschlafen.
 


Erst weit nach 7 Uhr kommt die Sonne über die Felsen.
 


Wir bekommen Frühstück: Tee, Fladenbrot, Humus und Frischkäse.
 


Kurz nach 8 Uhr starten wir zu unserer Wüstenwanderung.
Heute begleitet uns Salam, der zwar noch sehr jung ist, aber die Wüste gut kennt.
 

 

Wir gehen zuerst in Richtung Osten
und der Sonne entgegen.

Im Gegenlicht scheinen die Felsenberge fast
schwarz zu sein - sie erinnern uns ein bißchen
an die Halong-Bucht in Vietnam - nur daß hier
die Felsen nicht im Wasser stehn.

 

 

   


Es wird eine anspruchsvolle Tour, denn oft sinken wir im Sand ein bißchen ein und stapfen mehr vorwärts...
 


aber die Felsenwelt um uns herum ist grandios.

 

   

Die Natur hat eine Unmenge an Formen
hervorgebracht.

Nach jeder Stunde rasten wir, um zu trinken und auszuruhn - hier am Büffelfelsen.

   


Aber es gibt auch einige Lebewesen in dieser Trockenheit
 


und sogar blühende Pflänzchen und frische Pflanzensprossen.
 

   

Hier entdecken wir ehemalige Behausungen von Beduinen - oder werden sie vielleicht immer noch genutzt?

Wir gehen weiter - die Sonne steigt höher und
höher - und damit die Luft-Temperatur.
Mein Thermometer zeigt mittags 49°C.

   


Es wird Zeit für eine ausführliche Mittagspause.
Wir verspeisen unser Lunch-Paket
 


und Salam macht sich ein bißchen auf dem
steinigen Sand lang.
 


Danach entdecken wir noch eine kleine Felsenbrücke - hier am Jebel Qaber Amra.
 


Sie ist einfacher zu besteigen und so versuchen wir es getrennt, damit es auch Beweis-Fotos gibt.
 


Jetzt müssen wir noch den gesamten Jebel Khazali umrunden und schwitzen gehörig.


Aber Sonnenschutz muß sein.
 

   


Am Siq - einer 7 km langen Schlucht - finden wir ein Beduinenzelt, in dem es Tee gibt.

   

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir machen noch eine Pause
und Salam trifft einen Freund.

   
   

Jetzt haben wir noch 1 Stunde Fußmarsch vor uns und entdecken endlich unseren Felsen und unser Camp.

   


Hier ist inzwischen Eid eingetroffen und eine Gruppe Franzosen, die 3 Tage lang durch die Wüste wandern.
 

   

Wir rücken beim Abendbrot ein bißchen zusammen, aber leider kommt keine Unterhaltung zustande;
die Franzosen sprechen kaum englisch und wir kein französisch.

Später trifft noch ein Musiker ein, aber er spielt
nur ein einziges Lied und verschwindet wieder.
Wir gehen früh in unser Zelt.
 

   


Am nächsten Morgen packen wir nach dem Frühstück unsere Sachen
 


und fahren mit Eid nach Rum,
 


denn dort steht unser Auto.
 

Mit einem letzten Blick verabschieden wir uns von
dem kleinen Örtchen Rum und seiner gleichnamigen Wüste mit den grandiosen Felsen.

 

Jetzt fahren wir zu unserer letzten Station -
nach Aqaba am Roten Meer.

 

   
 

zurück     Anfang     Aqaba