Zugfahrt über den Gotheik-Viadukt nach Hsipaw
am 05./06.03.2017

 
Wir müssen sehr früh aufstehen, starten um 6 Uhr zur Fahrt zum Bahnhof in Pyin Oo Lwin (Maymyo)
und benötigen nur 1 1/2 Stunden durch das morgendliche Land.
   
Dethe konnte leider keine Fahrkarten vorher buchen.
Jetzt sind deshalb keine Plätze in der Upper-Class mehr frei.
Sie bucht deshalb Plätze in der "Ordenery-Class".
   
Ein Zug kommt an, Fracht-Waggons werden abgekoppelt und mehrere Personen-Waggons angehängt.
Dann steigen wir ein.
   
Wir sitzen eigentlich sehr bequem - uns gegenüber eine Mutter mit 2 Kindern.
Sehr pünktlich (8.20 Uhr) fährt der Zug ab.
   
Der Zug fährt nicht sehr schnell - an Gemüse-,
Ananas- und Reisfeldern vorbei, an Kaffee-Plantagen
und Büffelherden.
Wir halten an 5-6 kleinen Stationen und
manchmal auch auf freier Strecke.

   
Ab und zu kommen Händler durch den Zug. Sie verkaufen Getränke oder seltsame Arznei gegen Reise- u.a. Krankheiten. Dethe warnt uns, das zu probieren. 10.50 Uhr:
die Gotheik-Brücke kommt in Sicht

   
Der Zug hält vor der Brücke und wir können schon mal fotografieren.
Danach geht es im Schritttempo über dieses spektakuläre Bauwerk.
   
Die Brücke überspannt eine tiefe Schlucht.

Kurz vor 12 Uhr erreichen wir Kyaukme.
Wir steigen aus.
   
Unser Fahrer ist mit dem Auto und unserem Gepäck bis hierher gefahren und zum Glück rechtzeitig
am Bahnhof eingetroffen, was wohl nicht unbedingt selbstverständlich ist.
   
Wir fahren noch ca. 1 1/2 Stunden bis Hsipaw.
Es ist eine abenteuerliche Fahrt mit vielen LKWs,
die zur Grenze nach China unterwegs sind und
mit einigen Mautstationen.
Nach einem Lunch-Stopp erreichen wir
um 14 Uhr unser "Mr. Charles-Hotel" in Hsipaw.


   
Es ist ein nettes Hotel, allerdings mit sehr kleinen Zimmern. Es gibt nur einen Stuhl und keinen Tisch.
   
Wir unternehmen am Nachmittag
einen ersten Spaziergang durch den Ort.
Es gibt sogar richtige Schilder mit Straßennamen -
auch in Englisch - das gab es bisher selten.
   
Fast alle Einheimische haben Smartphones und in den Hotels gibt es überall WLAN.
Wie haben die Telefongesellschaften es nur geschafft, das Land so kurzfristig mit
einem funktionierenden Telefonnetz auszustatten.
   
Wir besuchen einen Markt

und kehren im Restaurant "The Club Terrace" ein -
sehr nett am Duthawady-Fluss gelegen.
   
Auch hier gibts goldene Pagoden eine Schule
   
eine christliche Kirche Bambusmatten-Flechter
   
eine Reisnudel-Fabrik

Schwer angesagt scheint unter Jungs
das Färben ihrer Haare (blond) zu sein.
   
Unseren Rundgang durch Hsipaw beenden wir
über diese Eisenbahnbrücke.

Am nächsten Morgen starten wir zu einem Bootsausflug auf dem Duthawady - mit Dethe und Aussing, unserem zusätzlichen Guide für heute.
   
Es herrscht eine angenehme Stille auf dem morgendlichen Fluss, leider ist es ziemlich kalt.
   
Wir legen an und besuchen ein Shan-Dorf.

Die Häuser sind auf Stelzen gebaut, da in der Regenzeit hier oft alles unter Wasser steht.
   
Jede Familie, die ein Kind als Mönch in einem Kloster hat, hängt stolz ein Foto auf.

Büffel gehören zu jeder Familie - sind quasi ein Familien-Mitglied. Sie geben wertvolle Milch. Das Fleisch wird nicht gegessen. Buddhisten essen eh kein Fleisch.
   
Es ist ein sehr fruchtbares Land - hier wachsen Papaya, Jackfrüchte
   
und Auberginen auf einem Feld.
Wir lernen etwas Merkwürdiges kennen:
Bienenlarven in Bananenblätter verpackt.
   
Später probieren wir davon (wurden von einer Familie
zu einer Kostprobe eingeladen).
Aber es hat keinen Eigengeschmack.
Die Larven wurden nur mit etwas Salz gekocht.
Wir fahren weiter flussaufwärts und
legen mittags in einem kleinen Dorf mit Imbiss an.


   
Wir bekommen eine große Schüssel Shan-Nudeln,
die etwas fade sind.
Aber mit Chili-Soßen schmeckt es ganz gut.
Warum haben wir nur keine Badesachen dabei? Hier hätte man wunderbar schwimmen können.
Später fahren wir flussabwärts zurück nach Hsipaw.
   
Am nächsten Morgen starten wir mit dem Auto zurück nach Mandalay. Wir haben einen Stopp an einem Shan-Tempel im Dorf Pankam geplant, wo einen Monat lang das Vollmondfest (Palaung-Fest) gefeiert wird.
   
Wir sind zu früh da. Das Fest hat noch nicht begonnen.
Aber zahlreiche Stände verkaufen schon ihre Waren
   
   
oder bauen gerade auf.  Wir probieren etwas Süßkram und getrocknete Bohnen. 
   
 
Es ist wieder sehr interessant, auch die Menschen zu beobachten - besonders die Kinder.
   
Gegen 9 Uhr hören wir von irgendwoher Musik.
Wir gehen dem nach und finden
einen "tanzenden Elefanten". 
Nebenan tanzt eine Mädchengruppe nach eigenartiger Musik. Es ist ein farbenfreudiges Spektakel ringsum.

   
Dann - Trommeln und andere Schlag-Instrumente.

Eine Delegation "Offizieller" schreitet  durch ein Spalier zum Palasteingang, der jetzt geöffnet ist.
   
Es entsteht ein Gerangel und Geschiebe -
alle wollen in den Palast - und wir mittendrin. 
Die meisten Einheimischen sind in ihren Trachten gekommen. Es sind unterschiedliche Volksgruppen.
   
 Schnell noch ein Foto mit den Mädchen,
dann müssen wir gehen. Schade!
Ich hätte hier noch ewig zuschauen können.
Aber wir müssen weiter,
denn wir haben noch fast 200 km zu fahren.
ein Toilettenstopp   
   
In abenteuerlichen Serpentinen schlängeln wir uns in sehr langsamem Tempo vorwärts -
vor uns, hinter uns und im Gegenverkehr jede Menge LKWs.
 
Nach fast 10 Stunden Fahrt (mit Lunch-Pause)
erreichen wir Mandalay und unser "M 3"-Hotel
erst am späten Nachmittag. Wir bummeln noch ein bisschen durch die Stadt und bekommen wieder
im "MANN"-Restaurant ein gutes preiswertes
Abendessen:
Gebratener Reis mit Chili-Chicken und
Geschnetzeltes mit Gemüse
-
inklusive 2 Bier = 8 €! 
   

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