Bagan
vom 08. bis 12.03.2017

 
Wir müssen noch vor 5 Uhr aufstehen. Um 6 Uhr fährt unser Schiff von Mandalay nach Bagan.
Die Fahrt auf dem Ayeyarwady (engl.: Irrawaddy) soll 10 Stunden dauern.
 
5.15 Uhr gehen wir an Bord. Im Unterdeck finden wir bequeme Sitze wie im Flugzeug.
Hier versammeln sich alle Passagiere für eine Einweisung.
   
Danach stürmen viele das Oberdeck und belegen die Liegestühle. Aber es ist kalt und während der Fahrt
kommt noch ein eisiger Fahrtwind dazu.
Pünktlich 6 Uhr legen wir ab.
Dann gibts Frühstück:
Toast, Butter, Marmelade und Rührei, Tee und Kaffee.
   
Um 6.15 Uhr geht die Sonne auf, aber durch den Dunst dauert es noch lange, ehe die Sonnenstrahlen etwas Wärme hergeben. Wir beobachten vom Zwischendeck aus, das Leben am Rande des sehr breiten Flusses -
hier Kraniche. 
   
 
Büffel  Frauen, die Wäsche und sich selber waschen 
   
 
andere Boote  und riesige Sandbänke 
   
 
andere Flusskreutzer - manche abenteuerlich alt, eine Art Seelenverkäufer, andere fast neu
   
Wir werden quasi zwangsweise entschleunigt.
   
Gegen 10 Uhr legen wir an und besuchen ein Dorf. Hier werden Strohhüte angefertigt.
   
Mit so einer "Meute" (wir sind ca. 25 Touristen) durch ein Dorf zu gehen, ist gar nicht unser Ding.
Aber wir können daran jetzt nichts ändern.
   
Lange geflochtene Strohstreifen werden aneinander genäht, was sehr mühsam aussieht. Und natürlich sollen alle einen Strohhut kaufen -
das Stück kostet 2 €! Nicht zu fassen!
   
Zurück auf dem Boot bekommen wir gegen 12 Uhr ein Mittagessen: eine Linsensuppe mit Reis,
Hähnchen- bzw. Schweinefleisch in Ingwer-Panade mit Gemüse und als Nachtisch
Tamarinden-Blättchen und für jeden eine Erdnuss-Tafel.
Alles etwas ungewöhnlich, aber es hat nicht schlecht geschmeckt.
   
Den Nachmittag verbringen wir mit Bier, Cocktail und Melone. Mir wird langweilig. Die Crew bemüht sich um Abwechslung und zeigt
lustige Longyi-Binde-Möglichkeiten.
   
ein Teakholz-Umschlagplatz Bagan kommt in Sicht
   
17 Uhr gehen wir endlich von Bord. Sisi, unser neuer Guide holt uns ab.
   
Wir checken in New-Bagan im "Yadanarbon-Hotel" ein. Es ist ein einfaches Hotel mit noch kleineren Zimmern
als in Mandalay. Und die Zimmer haben nur dünne Holzwände, so dass wir jedes Wort verstehen,
was im Nachbar-Zimmer gesprochen wird - allerdings in Chinesisch :-(
Und hier sollen wir 4 Nächte bleiben?
   
Die Außenanlage des Hotels ist allerdings sehr schön - mit schönem Garten und Swimmingpool.
   
Am nächsten Morgen fahren wir zuerst zum Thitsar-Wadi. Hier kann man über eine dunkle schmale Treppe zu einem Aussichtspunkt steigen und bekommt den klassischen "Bagan-Blick" auf über 2000 Pagoden. Auch ein paar Heißluft-Ballons steigen auf. Der Thitsa-Wadi ist einer der wenigen Tempel, auf die man noch steigen darf.
Leider ist der Himmel heute grau und trübe. Schade!
Fast alle Stupa-Spitzen sind eingerüstet. Das Erdbeben im August 2016 hat große Schäden angerichtet.
 
Danach beginnen wir den Pagoden-Marathon:
 
Thitsarwadi-Tempel Sulamani-Pagode
   
Thatlyinnyu-Pagode  Htilominlo-Pagode 
   
Die Shwezigon-Pagode war ganz schlimm vom Erdbeben betroffen.
Rechts kann man auf dem Bild sehen, wie sie mal aussah und wie sie wieder aussehen wird.
   
 
Ananda-Pagode  Bupaya-Pagode 
   
Ich habe dann aufgehört, die Namen der Pagoden aufzuschreiben. Das merkt sich eh keiner und
man vergißt die schwer auszusprechenden Namen auch sehr schnell wieder.
Wir haben Buddha-Statuen in allen Varianten gesehen:
   
stehend  sitzend 
   
liegend  meistens in Gold, hier mal nur mit Farbe 
   
 
Wir haben einige Höhlentempel besucht, wo man meistens nicht fotografieren durfte.
   
 
Und es gab einige gut erhaltene Fresken, jeweils mit Buddha-Motiven.
   
Überall wird gebaut, um die Erdbebenschäden
schnellstmöglich zu beseitigen. 
Nach 2 Tagen mit vielen Pagoden, nehmen wir uns
nachmittags frei und mieten 2 Fahrräder. 
   
 
Aber die Wege über die Dörfer sind sehr sandig.

Hannes stürzt. Er hat sich zum Glück "nur" die Rippen geprellt und das Knie aufgeschlagen. 
   
Jetzt schieben wir die Räder durch den Sand.  Im Dorf bestehen die Straßen auch nur aus Sand. 
   
   
 
Von jetzt an bleiben wir lieber auf asphaltierten Straßen und fahren ein bißchen durch die Pagoden-Landschaft.
Wir entdecken dann viele Tempel, die nicht instandgesetzt sind und sehr baufällig wirken.
   
Unser Ziel war der Nan Myint-Tower.
Für den Besuch des Restaurants ganz oben
(und für die Aussicht)
sollen wir 5 $ Eintritt bezahlen.

Das lassen wir dann. 
   
 
Am ersten Tag haben wir auch den Markt in Nyaung U besucht, der sehr sehenswert ist.
   
 
Eines Morgens durften wir beim Einzug der Novizen in ein Kloster dabei sein.
Die jungen (ca. 6-10 Jahre alt) zukünftigen Mönche werden heraus geputzt wie zu einer Hochzeit und
von der gesamten Familie bis zum Kloster begleitet - mit viel Tam-Tam und Musik.
   
Wir konnten auch die Herstellung dieser Sandbilder beobachten.
Heute hatten wir wieder zu wenig Bargeld dabei
und später ergab sich die Gelegenheit nicht mehr,
ein solches Bild zu erwerben.
Zum Sonnenuntergang finden wir uns bei der Shwesandaw-Pagode ein.
Es soll der schönste Platz sein,
um Sonnenuntergänge zu beobachten.
Aber schon zig Touristen waren vor uns da und
belegen die schönsten Aussichtspunkte.
Wir steigen die steilen Steinstufen hinauf ...

und sehen nix ...
 
   
Die Wolken bedecken den gesamten Himmel. Enttäuscht hangeln wir uns die steilen Stufen wieder runter.
   
 
Abends besuchen wir in unserem Hotel eine traditionelle Show, die aus Folklore-Musik und
einigen Marionetten-Theaterstücken besteht. 
   
 
Sie ist leider nicht gut besucht. Aber sie findet auch täglich statt. 
   

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