Bergbesteigung Mt. Popa
am 11.03.2017

 
Heute wollen wir auf den Berg Mt. Popa wandern, d.h. 7 Uhr Abfahrt vom Hotel.
Wir fahren eine knappe Stunde in südliche Richtung.
 
Da erscheinen die Berge am Horizonz. Es ist sehr grau und wolkig.
Erst jetzt erfahren wir, dass es 2 Mount Popa gibt und wir heute beide besteigen werden. Zuerst steht uns ein Anstieg von ca. 2 Stunden auf den größeren Mt. Popa bevor. Der kleinere heißt eigentlich Popa Taung Kalat.
   
8.20 Uhr biegen wir ab zum Popa-Mountain-Ressort
und steigen aus.

Keep Clean! Es sind tatsächlich erste zarte Ansätze
zu erkennen, gegen die Umweltverschmutzung vorzugehen.
   
Gegen halb 9 wandern wir los.
Wir haben nur eine kleine Wasserflasche dabei.
Sisi hat uns nicht gut eingewiesen.
Wir gehen auf breiten, holprigen Wegen stetig bergauf,
begleitet von Grillen-Zirpen u.a. Geräuschen -
als würden wir durch Dschungel gehen.
   
Dann entdeckt Hannes ein seltsames weißes
Insekt am Wegrand. Sisi kennt es nicht.

Später treffen wir einen Botaniker,
der uns aufklärt:
es ist ein Blatthüpfer.
Dann teilt sich das Gestrüpp mal
für eine Aussicht:
der kleine Mt. Popa bzw.
Popa Taung Palat kommt
beeindruckend ins Blickfeld.
 
   
Begleitet werden wir außerdem von zahlreichen schönen Schmetterlingen:
schwarz-brauner Trauerfalter (links)
großer Schillerfalter (rechts) - aber ich bin mir nicht sicher ...
   
Es wird steil und steiler. Wir haben nichts mehr zu trinken. Nach einer Stunde sehen wir unser Ziel vor uns - einen spitzen Berg mit einer Radarstation oben drauf. Allerdings schallt von dort die Stimme eines medtierenden Mönches über die weite Fläche. Wo kommt die denn her? 
   
Wir erreichen einen freien Platz und sind schon ganz nah - dann geht es noch mal steile Stufen nach oben. 
   
Nach fast genau 2 Stunden Gehzeit erreichen wir
das Tor zum Gipfel.

Es ist eine Radarstation und ein Kloster.
Hier meditiert auch der Mönch,
den wir schon von weitem gehört haben.  
   
Sisi hat uns belogen. Hier oben gibt es nichts zu kaufen. Wir fragen aber die Arbeiter der Radarstation,
ob wir von ihnen Tee bekommen können. Sie kochen für uns grünen Tee, der uns nicht schmeckt - aber egal,
wir sind am verdursten. Wir sind sauer auf Sisi, denn wir haben auch nichts zu essen mitgenommen.
Wir bekommen aber ein paar Mandarinen und gekochte Taro-Wurzeln.
Danach geht es uns besser und wir erkunden die Umgebung.
   
Neben den ganzen Radaranlagen und Sendemasten
steht eine kleine Stupa. 
Dahinter ein kleines Kloster und der meditierende Mönch, der die Umgebung beschallt. 
   
Noch ein Gipfelfoto,  dann steigen wir ab. 
   
Abwärts schaffen wir den Weg in gut 1 1/2 Stunden und

 
erreichen kurz vor 13 Uhr das Popa-Mountain-Ressort,
wo unser Auto steht und wo wir Mittagessen wollen ... und viiieeel trinken! 
   
Wir bekommen einen Tisch mit einer wunderschönen Aussicht auf den spektakulären Vulkankegel
Popa Taung Kalat, bestellen zuerst zwei große Bier,
dann Nasi Goreng mit Satay-Spießen und Teriyaki-Beef mit Nudeln (es ist immer alles sehr mild gewürzt).
Das tat richtig gut!
   
Danach fahren wir zum Pilgerdorf am Fuße des
Popa Taung Kalat. 
Wir beginnen den Aufstieg zum Kloster - barfuß.
Es sollen 777 Stufen sein. 
   
Hier ist alles auf die Bedürfnisse der Pilger ausgerichtet und ständig sind Putzmänner am Wischen.
Sie wollen Geld dafür. Die zahlreichen Affen hinterlassen aber auch eine Unmenge Dreck.
   
Nach 25 min. haben wir es geschafft - 777 Stufen! Oben sind mehrere Pagoden, goldene Buddhas und Klöster
dicht nebeneinander gebaut.
   
Die Aussicht ist atemberaubend.  Da oben waren wir - auf dem Mt. Popa. 
   
Dann gehts wieder 777 Stufen abwärts.

Auf dem Rückweg nach Bagan halten wir an einer Palmzucker-Farm. 
   
An einer windigen Bambus-Leiter klettert der Mann
nach oben. 
Zuckersaft wird aus den Blüten der Zuckerpalme "geerntet",
   
gekocht, bis Zucker entsteht oder der Saft zu Toddy vergoren und destilliert. 
   
Wir bekommen von allem eine Kostprobe. 
   
Zum Schluß kaufen wir eine Flasche Toddy und
fahren dann weiter - zurück zum Hotel. 
Wir sind erst nach 17 Uhr zurück und gönnen uns
heute ein Abendessen hier im Hotel. 
   
Morgen früh fliegen wir nach Heho, um von Kalaw aus übermorgen die Wanderung zum Inle-See zu beginnen.
   

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