Am Inle-See
vom 15. bis 18.03.2017

 
Das Frühstück war OK.
Wir essen gebratene Nudeln und trinken schwarzen Tee.
Wir gehen zur Anlegestelle,
wo wir gestern angekommen sind.
   
Wir werden schon erwartet.

Dann starten wir und fahren unter windigen Fußgängerbrücken hindurch.
   
Ein langer Wasserkanal mit sehr braunem Wasser führt von Nyaung Shwe in den eigentlichen Inle-See.
Nach 15 min. Fahrt erreichen wir den See.
   
Willkommen auf dem Inle-See. Immer wieder begegnen uns andere Boote.
   
Und dann kommen wir doch noch ganz nah an den Ein-Bein-Fischern vorbei,
um ein paar schöne Fotos zu machen.
   
Wir entdecken noch andere Arten,
wie hier Fische gefangen werden.
Aber auch Holz wird mit diesen Booten transportiert.

   
Viele Einheimische holen auch Wasserpflanzen
oder fruchtbaren Schlamm aus dem See.
Das soll ein einträgliches Geschäft sein.
Für ein volles Boot bekommt man 25.000 Kyat
(ca. 15 €), was für die Leute hier viel Geld ist. 
   
An diesem Monument mitten im See ist vor einigen Jahren dieses vergoldete Boot bei einem Unwetter gekentert, was einer Katastrophe gleich kam, denn dieses Boot wird nur einmal im Jahr (im September/Oktober) zu einer Prozession aktiviert und transportiert heilige Figuren.
   
Später fuhren wir zu den schwimmenden Gärten. Unglaublich was hier alles wächst: Obst, Gemüse, Blumen
 und z.B. 80 % der gesamten Tomaten-Produktion des ganzen Landes.
Myo steigt einmal kurz aus dem Boot, um zu demonstrieren, wie schwankend diese Gärten sind.
   
   
Am Donnerstag sind wir
zu einem Kochkurs angemeldet.

D.h. wir gehen morgens zuerst mit Myo auf einen Markt, um Zutaten einzukaufen:
fettes Schweinefleisch, Frühlingszwiebeln,
Thai-Basilikum und Bananen. 
   
Wir fahren ca. eine Stunde mit dem Boot über den Inle-See und erreichen gegen 9.30 Uhr dieses Haus,
in dem wir herzlich willkommen geheißen werden.
   
In der kleinen Küche hat die Hausherrin schon einiges vorbereitet. 
   
Die Tochter des Hauses hat die schwere Aufgabe, Unmengen von Ingwer, Knoblauch, Chili und
Zitronengras im Mörser zu zerreiben.

An jedes Gericht kommt später
ein großer Löffel von dieser Paste. 
 Wir schnibbeln Zwiebeln, grüne Tomaten und
anderes Gemüse. Hannes stellt Tempurateig her,
schneidet das Schweinefleisch in
sehr kleine Würfel und mariniert Fisch. 
 
Gekocht wird auf diesen kleinen Öfchen.  Die Fleischmasse muss ständig umgerührt werden. 
   
Aus dem marinierten Fisch packen wir mit Bananenblättern kleine Päckchen.  Hannes bereitet die Shan-Nudelsuppe vor,
 
   
 während die Tempura-Fleisch-Masse im
siedenden Fett ausgebacken wird,
was dann eine sehr leckere Vorspeise wird.


Dann wird alles serviert:
   
Kürbissuppe  Shan-Nudelsuppe 
   
köstliches Gemüse-Curry und Fischpäckchen  grüner Tomatensalat 
   
Wir sind sehr zufrieden und
nach dem Essen mächtig satt.

Mein Favorit war das Gemüse-Curry
und die frittierten Tempura-Plätzchen.
Hannes fand die Nudelsuppe am besten. 
   
Wir steigen am Nachmittag wieder in unser Boot und besichtigen zuerst die Phaung-Daw-U-Pagode.
Diese bis zur Unkenntlichkeit mit Goldplättchen beklebten Buddha-Figuren (rechts) sind in dieser Pagode aufgestellt und werden einmal im Jahr zur o.g. Prozession über den See gefahren.
   
Danach fahren wir zum Stelzendorf. Jedes Haus hat ein Boot, als einzig mögliches Fortbewegungsmittel.
Viele haben auch einen kleinen Stall, in dem Schweine, Ziegen oder Hühner gehalten werden.
   
Wir schauen den Mädchen in einer Zigarrenfabrik zu, wie sie flink aus Pflanzenblättern und zerstoßenen Tabakblättern (vermengt mit Palmzucker und Tamarinde!) kleine und große Zigarren drehen.
   
Danach besuchen wir das Nga Phe Chaung Kloster - das sogenannte Katzenkloster. Die Katzen-Kunststückchen wurden aber verboten, da es zu viele sensationslüsterne Touristen angelockt hat.
   
Ansonsten ist das Kloster eher ein Museum mit einer Sammlung von sehr wertvollen und alten Buddha-Figuren.
   
Für Freitag hatten wir eine Fahrradtour mit Myo verabredet. Er hat Mountainbikes organisiert und Fahrradhelme. Schon um 9 Uhr starten wir.
   
Erster Stopp ist eine Zuckerfabrik. Unglaublich, was für eine schwere Arbeit das ist. Der Zuckerrohrsaft wird gekocht und mehrmals abgekühlt bis er eindickt. Die Kessel werden mit den ausgepressten Resten beheizt,
was dicken dunklen Qualm erzeugt.
   
Nächster Stopp ist eine Drachenfruchtplantage.
Die Früchte sind sehr teuer (1 $ pro Stück),
weil die Aufzucht 4 Jahre dauert und sehr viel
Wasser verbraucht.
Außerdem sind die Pflanzen an Betonpfählen
angebunden, da die Ranken mit den
schweren Früchten sonst abbrechen würden. 
   
Dann Stopp an einem Zuckerrohrfeld.
Die grünen Spitzen werden neue Setzlinge und
bis zur nächsten Saison in Wasser gestellt.
Aus dem Zuckerrohr wird Saft gepreßt und
der Rest wird verbrannt, denn die Asche ist Dünger.

Das nenne ich mal Nachhaltigkeit! 
   
Nächster Stopp an einer Holzbrücke, die mit 1,5 km länger ist, als die berühmte U-Bein-Bridge in Mandalay.
Diese hier ist aber nicht aus Teakholz.
   
Letzter Stopp und Umkehrpunkt ist eine Pagode, deren Name ich nicht herausfinden konnte.
Der Anstieg ist in der Mittagshitze sehr anstrengend. Aber abwärts radelt es sich natürlich schnell ...
   
Auf dem Rückweg halten wir an einem Weingut. Ein Franzose hat 2002 hier begonnen, einen Weinberg anzulegen. Inzwischen verkauft er jährlich 12.000 Flaschen Wein.
   
Am Eingang müssen wir allerdings die Fahrräder abstellen und das letzte Stück der Anhöhe zu Fuß erklimmen.

Wir besichtigen die Produktionshallen, aber es gibt nicht viel zu sehn. Die Weinlese fand im Januar statt ... jetzt muss der neue Jahrgang erst mal reifen. 
   
Es gibt eine gut sortierte Weinhandlung.
   
Es ist eine sehr schöne Plantage
mit einer tollen Aussicht und einem großen
Restaurant-Bereich. 
   
Hannes entdeckt eine Tasting-Möglichkeit. Wir probieren jeder 2 weiße und 2 rote Weine.
Es kostet 5.000 Kyat pro Person (ca. 3,50 €), was es uns auf jeden Fall wert ist.
Der "Sauvignon Blanc" war sehr flach, aber die anderen Weine haben sehr gut geschmeckt.
   
Am letzten Tag unternehmen wir noch eine kleine Radtour zu heißen Quellen.
Wir entdecken Zuckerrohr-Stecklinge in einem Bach, die dann in der Regenzeit auf die Felder gesetzt werden.
Sie benötigen sehr viel Wasser und hohe Lufttemperatur.
   
Der Umkehrpunkt: eine unspektakuläre heiße Quelle und eine Pagode mit vielen Treppenstufen. 
   
Zuletzt schlendern wir noch mal durch das kleine Städtchen Nyaung Shwe.
Es ist sozusagen das touristische Eingangstor zum Inle-See.
   
"unser" Supermarkt  ein Textilhändler ;-) 
   
Noch einmal gehen wir über den schönen Markt.
   
Natürlich dürfen Pagoden auch in Nyaung Shwe nicht fehlen.
   
köstlich diese kleinen Teigtaschen  Es gibt auch hier im Ort zahlreiche Kochschulen. 
   
Fast jeden Abend sind wir zum Abendessen auf dem Nachtmarkt gewesen.
   
Meist begannen die Stände erst gegen 18 Uhr ihre Feuerstellen anzufachen.
Das war Grund genug, sich die Wartezeit mit einem leckeren Cocktail zu vertreiben.
 
Nicht alles hat uns geschmeckt, aber das Angebot war einfach riesig.
   
Hannes' Favorit war der sehr knusprig gebackene, sehr fette Schweinebauch. Es hat aber auch mir geschmeckt.
   
Am Nachmittag verabschieden wir uns vom Inle-See.

Wir fliegen über Heho, Yangon und Bangkok
nach Frankfurt/M.,
wo wir um kurz nach 6 Uhr morgens landen -
nach reichlich 20 Stunden Reisezeit. 
   
Es war eine erlebnisreiche Reise. Von der kulinarischen Seite Myanmars waren wir allerdings etwas enttäuscht.
   

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