An der Küste bis nach Sur

vom 27.04. bis 28.04.2007

   
 

Am frühen Morgen starten wir mit unserem Auto Richtung Süden.
Bis Quriat geht es zunächst auf Asphaltstraßen durch die Berge.
 


Dann beginnt die Schotterpiste und wir erreichen die Küste am Golf von Oman.
 


Wir halten immer mal wieder an, weil es hier Felsformationen gibt, die uns ein bißchen an die
Great-Ocean-Road in Australien oder die Algarve erinnern.
 

Zum Baden nehmen wir uns keine Zeit, denn wir wollen heute noch 2 Wadis besuchen und eine Wanderung machen.

Außerdem werden wir beim Tauchen noch genügend Wasser um uns haben.

 
Wir erreichen den Wadi Shab.

Wadis sind ausgetrocknete Flußbetten, die sich
bei Regen schnell mit Wasser füllen und sogar große Flutwellen verursachen können.

Da besteht aber heute keine Gefahr, denn im
Sommer regnet es hier im Norden nie.

Es ist sogar noch ein bißchen Wasser im Wadi.

 
   

Wir stellen das Auto ab, packen jeder 3 Liter Getränke in unseren Rucksack und machen uns auf den Weg - immer Wadi-aufwärts.
 

Sie sind gut ausgebaut und man kann sich gar nicht verlaufen, denn es gibt nur diesen einen Weg, der immer rechts und links mit hohen Felsen begrenzt ist.
 


Wir sind tief beeindruckt von der Schönheit dieser Landschaft und treffen nur ganz wenige Touristen.
Für diese Tour benötigen wir mit Trinkpausen 2 Stunden.
 

Am Eingang bzw. Ausgang des Wadis beobachten wir die Brücken- und Straßenbauarbeiten für die neue Straße. Bald wird es hier eine Asphaltstraße an der Küste entlang geben.
Aber ob das für die Landschaft und die Allrad-Liebhaber ein Gewinn ist, wage ich zu beweifeln.
 
Wir fahren weiter zum Wadi Tiwi. Das ist ein sehr weites Tal und es gibt für 4WD-Fahrzeuge eine Piste bis zum Dorf Sayma. Sie ist allerdings steil und
schmal.
Glücklicherweise fuhr vor uns ein anderes Auto und
wir konnten dadurch gut abschätzen, was uns gleich hinter der nächsten Kurve erwartet. Zweimal kommt uns auch ein Fahrzeug entgegen - aber irgendwie einigen wir uns.

Ich habe glatt vergessen, zu fotografieren, was wir dann aber - oberhalb des Dorfes angekommen - nachholen.

Wir stellen das Auto ab und laufen noch ein Stück bergauf. Der Anblick ist toll.


Die Rückfahrt ist genauso abenteuerlich, aber jetzt kennen wir ja den Weg.
Danach sind es nur noch ca. 40 km bis Sur.
 


Einen kurzen Stop machen wir noch in Qalhat. Im 13. Jahrhundert war das mal eine blühende Handelsstadt, aber durch ein Erdbeben und später durch die Portugiesen wurde sie fast vollständig zerstört.
Einzig erhalten geblieben ist eine ehemalige Moschee oder ein Mausoleum - darüber streitet man heute noch.

 
Gegen 17 Uhr erreichen wir Sur und das sehr schöne Sur-Plaza-Hotel (http://www.surplazahotel.com). 
Wir springen erst mal in den hauseigenen Pool und spülen den Staub des Tages ab.

Aaah - was für eine Wohltat!

Und es gibt Bier in diesem Hotel, darüber freut sich vor allem Hannes.


Später und am nächsten Morgen besuchen wir die Stadt und suchen die blaue Lagune,
die wir nicht gleich finden, weil wegen Ebbe am Südufer kaum Wasser da ist.
 

 


Die Dau-Werften sind leider geschlossen und dem Verfall preisgegeben. Schade, dabei haben wir zu Hause noch Reiseberichte im Fernsehen gesehen, wo dieses traditionelle Handwerk im vollen Gange war.
 

   
Auf dem Marktplatz in Sur ist Freitagsmarkt, wo vor allem Fisch angeboten wird - und es sind nur Männer zu sehen, die hier handeln und verkaufen.
 
Im Arabian-Sea-Restaurant bekommen wir dann auch frischen Fisch. Hannes wählt Fingerfisch und ich Fisch-Chili. Es hat sehr lecker geschmeckt und mit 6,50 Rial (= 13 €) unschlagbar günstig.
 
 

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