In der Wüste Wahiba

vom 28.04. bis 29.04.2007

 

   
Am heutigen Samstag fahren wir von Sur wieder ins Landesinnere.
Ziel ist in der Wüste Wahiba das "Nomadic Desert Camp" (www.nomadicdesertcamp.com).
 

Wir fahren auf der "Bundesstraße" 23 über Al-Kamil nach Al-Wasil - dort soll um 15 Uhr der Treffpunkt für unsere Wüstentour sein.

 

 

 

   
Wir machen danach noch einen Abstecher in das Wadi Bani Khalid. Das ist wieder eine traumhafte Landschaft, wird aber sehr vermarktet und überall werden noch Picknickplätze angelegt und kleine Pavillons gebaut.

 

 

 

Wir ziehen es vor, auf dem markierten Wanderweg oberhalb des Wadis ein Stück zu laufen und machen dort eine Mittagsrast mit Obst, Cola und Wasser.
Im Tal hängen die Palmen voller Datteln.
Er wird "Baum des Lebens" genannt, wegen des hohen Nährwertes der Früchte. Sie waren für viele Nomaden oft die einzige Nahrung auf ihren langen Wanderungen durch die Wüsten.

Auch heute noch ist es überall üblich, Besucher mit Datteln und Kaffee zu bewirten.

   

Wir fahren weiter und bald kommen die ersten Sanddünen in Sicht.
 

Jetzt treffen wir auch frei laufende Kamele am Straßenrand, aber bestimmt gehören sie jemandem, denn eines trägt ein Halsband.
 
Wir sind zu früh am Treffpunkt in Al-Wasil und müssen ein bißchen warten.
Ziemlich pünktlich treffen dann 3 Beduinen und
4 weitere Fahrzeuge ein.

   

Aus allen Reifen wird etwas Luft gelassen und dann fahren wir los -
ca. 20 km mitten in die Wüste - auf sehr sandigem Boden. 
 

 
Nach knapp einer halben Stunde Fahrt treffen wir
auf ein kleines Beduinendorf und werden dort von
der Familie unseres Führers zu Kaffee und Datteln eingeladen.

Auch Kinder wohnen hier, aber sie sind sehr scheu.

   


Wir fahren weiter und erreichen wenig später unser Wüsten-Camp.
Es sind in einem großen Kreis 10 bis 12 einfache aus Palmenwedeln gebaute Hütten angeordnet.   
 

Innen sind die Hütten mit Bastmatten ausgelegt und
2 Holzgestelle dienen als Betten.

Es ist einfach aber sauber - d.h. noch, denn nach einem Sandsturm liegt über allem eine dicke Schicht Sand.


Gegenüber befindet sich eine Art Gemeinschaftsraum, Küche und Sitzecke. Hier finden sich alle -
wir sind 2 Paare und 2 Familien mit Kindern - zum Essen und Trinken, Schwatzen und Lesen ein.
Bier gibt es auch hier nicht.


Wir werden gefragt, ob wir einen kleinen Kamelritt machen wollen und da wir noch Zeit haben, sagen wir zu. Andrea und Falk (Dresdner) reiten mit uns.
 

Ein Sandsturm bahnt sich an und Hannes fürchtet um seinen Camcorder, den er hier unter seinem T-Shirt trägt.

Gut geschützt haben uns unsere Tücher, die wir 2001 aus Indien mitgebracht haben - zumindest Gesicht
und Hals.

 


Zum Abendbrot bekommen wir ein kleines Buffet aufgebaut. Es gab Reis, eine Art Dal (Linsen), ein Auberginengemüse, Hummus (Kichererbsenmus), Hähnchenstücke und Joghurt. Das war alles sehr lecker.
Für die Beleuchtung wurden Petroleumlampen aufgestellt.
 


Richtig gemütlich wurde es dann, als um ein Lagerfeuer Teppiche und Matratzen gelegt wurden. Wir bekamen wieder Kaffee, Datteln und eine süße Nachspeise. Der Sturm hat zum Glück nachgelassen und so saßen wir noch eine ganze Weile draußen und schwatzten mit Andrea und Falk, die auch gerne reisen - auch tauchen - und viel zu erzählen hatten. Die Beiden haben dann auch hier draußen geschlafen.

 


Unser Schlafen gestaltete sich schwierig. Wir hatten die Tür unserer Hütte offen gelassen, um ein bißchen von der kühlen Nachtluft rein zu lassen. Aber es ist ungewohnt, so nah an der Natur zu schlafen und man weiß ja nie, was da draußen so für Getier herumkriecht.
Moni ist schon gegen 5 Uhr aufgestanden - um 5.15 Uhr sollte die Sonne aufgehen. Sie kletterte auf eine hohe Sanddüne und bekam einen tollen Sonnenaufgang aufs Bild.
 

Gegen 7 Uhr stand auch Hannes auf. Wir versuchten eine Morgentoilette in der provisorischen (aber sehr sauberen Dusche) und frühstückten Fladenbrot, Joghurt, Käse, Tomaten, Gurken und Rührei. Dazu
gab's leckeren Mango- und Orangensaft. 


Wir verabschiedeten uns von allen und fuhren zurück nach Al-Wasil. Dort ließen wir zuerst wieder Luft in die Autoreifen pumpen und starteten gegen 8.30 Uhr zur nächsten Etappe - Nizwa.
 

 

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