5 Tage unfreiwilliger Aufenthalt in Nepalgunj und Anreise in Simikot
vom 15.08. bis 21.08.2010

 

Wir fliegen mit Yeti-Airlines und einer kleinen Propellermaschine, die 24 Sitzplätze hat.  
   
   
Gegen 17 Uhr landen wir
in Nepalgunj, einem kleinen Ort -
6 km von der Grenze zu Indien entfernt -
wo es ca. 30°C Lufttemperatur hat
und fast 100 % Luftfeuchtigkeit.
   
   
Wir werden zum Hotel Sneha gebracht und bekommen abends ein Abendessen,
das wohl europäische Küche sein soll, aber nicht wirklich schmeckt.
   
   
Unser Hotelzimmer hat eine Klimaanlage, die wie ein Traktor rattert und uns den Schlaf raubt.
   
Am nächsten Morgen werden wir gegen 5 Uhr geweckt, damit wir um 6 Uhr zum Flughafen fahren können.
 
 
Aber die Flugzeuge fliegen nicht - auch nicht nach Simikot,
denn das Wetter läßt das Fliegen auf Sicht in den Bergen nicht zu.
 
Wir verbringen 5 ganze Tage auf dem Flughafengelände, d.h.

- fünfmal früh zeitig aufstehen
- fünfmal die Seesäcke packen
- fünfmal zum Flughafen fahren
- warten, warten, warten
- fünf Tage hoffen auf eine Wolkenlücke
- fünfmal enttäuscht werden...
- fünfmal zurück fahren zum Hotel, das nicht sehr komfortabel ist.

 
   
   
 
   
 
Die Nerven liegen blank...
...die Diskussionen werden immer heftiger...

Wir nennen unseren Reiseveranstalter jetzt:
"Weltweit warten"!

Nach dem 3. Tag versucht Harka, unser Guide, einen Hubschrauber zu organisieren, aber er muß von allen
das Einverständnis haben, daß wir bereit sind, für
einen Helikopterflug pro Person 400 € zu bezahlen.

Bärbel und Josef reisen ab bzw. fliegen zurück
nach Kathmandu und nach Hause.
 
Am 5. Tag fliegt tatsächlich die erste Hälfte unserer Gruppe mit einem Hubschrauber nach Simikot.
Aber der Helikopter kommt bis abends nicht zurück, denn es regnet wieder in den Bergen.
   
Wir, d.h. Ingrid, Dieter, Burgi, Hannes und Moni
wollen jetzt auch nach Hause.
Wir kaufen am nächsten Morgen
für die 10-Uhr-Maschine nach
Kathmandu zurück ein Ticket.

Um 9.30 Uhr teilt uns der Hubschrauber-Pilot mit,
daß er zu 91 % in der nächsten Stunde
nach Simikot fliegen würde ...

Wir stornieren unseren Flug nach Kathmandu!

Das war Dramatik pur ...
... dieser Psycho-Krimi ist kaum noch auszuhalten!

Wir haben einen Platz im Hubschrauber frei
und deshalb kann Elisabeth (eine Amerikanerin),
die auch schon eine Woche auf ein Flugzeug
nach Simikot wartet, mit uns fliegen.

Und wir fliegen tatsächlich...

...kurz nach 10.30 Uhr
steigen wir in den Hubschrauber.
Beim Anblick der engen Täler wird uns klar,
dass ein Flugzeug oder Hubschrauber nicht
fliegen kann, wenn zwischen den Bergen
die Wolken die Sicht versperren.

Kurz nach 12 Uhr müssen wir in einem
kleinen Bergdorf zwischenlanden.
Das Tal von Simikot ist wieder komplett
mit Wolken verhangen.

Das ganze Dorf ist zusammen gelaufen.

Über 2 Stunden warten wir dort
in banger Ungewißheit...

Dann ein Anruf bei unserem Piloten von
einem anderen Hubschrauber...
...wir müssen in Windeseile einsteigen und
fliegen die letzten 10 min. bis Simikot.
In wilder Hast verlassen wir den Hubschrauber,
das Gepäck wird in den Matsch geworfen und
sofort hebt die Maschine wieder ab.


Wir sind in Simikot!

Hier die mit unserem Garmin GPSmap 60CSx aufgezeichnete Hubschrauberroute in Google Maps

(die man übrigens in Google Earth hervorragend 3D- nachfliegen kann...) :
 

Höhenprofil:



Screenshot Google Earth:

Screenshot Google Earth

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