Wanderungen bis zur tibetisch-chinesischen Grenze
vom 21.08. bis 25.08.2010

 

Nach der dramatischen Anreise nach Simikot, können wir es kaum fassen,
endlich in den Bergen zu sein und endlich unsere Wanderungen zu beginnen.
 

Karten und GPS-Daten:
21.08.2010 - Simikot - Dharapuri

22.08.2010 - Dharapuri - Yalbang
23.08.2010 - Yalbang - Tumkot
24.08.2010 - Tumkot - Gegend bei Yari
25.08.2010 - Gegend bei Yari - Hilsa (Chinesische Grenze)

 
14.30 Uhr
Flughafen Simikot
Wie können auf dieser kurzen und schlammigen
Landebahn je Flugzeuge landen?
   
   
Zunächst bekommen wir im "Sun Valley Resort"
Tee und eine Nudelsuppe.
Und dann starten wir endlich zu unserer 1. Etappe.
Es ist allerdings schon nach 16 Uhr.
   
   
Es regnet und geht leicht bergauf.
Aber wir sind so happy: endlich laufen,
endlich vorwärts kommen, nicht mehr warten!
Auf einem kleinen Paß
haben sich viele Menschen versammelt.
Hier werden Pilger, die vom Kailash kommen, begrüßt.
   
Von dem Rest der Etappe gibt es leider keine Fotos.
Wir haben Hannes in dem Wuhling verloren und danach ist er weit vor uns, weil er glaubt,
uns einholen zu müssen. Als es dunkel geworden ist, finden wir ihn wartend in einem kleinen Gasthaus.
Wir aber müssen noch weiter und traben weitere 2 Stunden in strömendem Regen
- nur unsere Stirnlampen leuchten auf unserem Weg - durch Matsch und Nässe.
   
   
Wir übernachten im Shahi-Hotel in Dharapuri - die Bezeichnung "Hotel" finden wir arg übertrieben...
 

das Badezimmer

Frühstück im Frühstücksraum

   
Wir brechen früh auf - aber es regnet wieder. Der Weg schlängelt sich entlang des Karnali-Flusses.
 
 
Wir teilen uns den Weg mit vielen Ziegen und Yaks, die hier mit Säcken voller Salz aus Tibet beladen sind.
Wir erleben den uralten Weg der Salz-Karawanen live.
Es ist geplant, daß hier auf diesem Weg mal eine Straße gebaut werden soll. Ich vermute, daß das bestimmt noch 20 Jahre dauern wird. Harka (unser Guide) verbessert mich: es wird noch 100 Jahre dauern!
 

Wir bekommen in einer kleinen Teestube in Kermi ein Mittagessen: ein paar Kartoffel- und Wurststücke,
ein Mangoldgemüse und eine Art Chapati-Fladen.

Wir haben die 1. Etappe geschafft, müssen heute
aber noch eine 2. Etappe laufen, um die andere Hälfte unserer Gruppe einzuholen - es regnet wieder ...
   
   

Wir überqueren mehrere Hängebrücken

und gehen auf oft sehr schmalen Wegen
   
Stunde um Stunde ...

Wir erreichen Yalbang und den Rest unserer Gruppe kurz vor 19 Uhr - es dämmert schon ...

Der Empfang, der uns bereitet wird, ist außerordentlich herzlich.
Fast alle sind froh, daß wir wieder zusammen sind.
   
 
Unser erstes gemeinsames Abendessen im Zelt mit Kartoffeln, Reis, Blumenkohl und Eier-Curry.
Zur Feier des Tages hat der Koch sogar einen Kuchen gebacken.
 
   
unser Zelt das Toilettenzelt
   
   
Hier wird das Frühstück zubereitet - und hier gefrühstückt.
   
An den nächsten 2 Wandertagen "arbeiten" wir uns von
ca. 3.000 Höhenmetern auf über 4.000 Höhenmeter vor.
   
   
zuerst entlang des Karnali-Flusses selten bei Sonnenschein
   
   
viel öfter im Regen und/oder mit eisigem Wind
   
 
ab und zu durch Dörfer mit schlammigen Wegen oder bergauf
   
 
wieder über einige Hängebrücken und andere brückenähnliche Gebilde über den wilden Karnali-Fluß
(der Karnali ist einer der größten Nebenflüsse des Ganges und entspringt im Manasarova-See)
 
 
Mittagspause im Schatten Moni schreibt Tagebuch
 
   
Mittagspause im Regen
 
 
Zeltplatz Tumkot Zeltplatz Yari
 
   
Einmal hatten wir die Gelegenheit etwas Wäsche zu waschen, was dringend nötig war.
   
Wir haben dort sogar alle ein Bad im
eiskalten Wasser des Flusses genommen und
fühlten uns danach wie neu geboren.
   
     
   
In den wenigen Dörfern, durch die wir wanderten,
waren wir immer willkommen und bekamen
meist Tee, Cola und Äpfel zu kaufen.

Besonders die Kinder waren oft sehr neugierig
und suchten kess Kontakt zu den "Fremden".
   
   
Hier wird Holz nach Tibet geschmuggelt. Wir nähern uns der 4.000 Höhenmeter-Grenze.
   
Es gibt keine Bäume mehr und das Laufen fällt zunehmend schwerer.
Wir gehen sehr, sehr langsam.
Trotzdem müssen wir ab und zu stehen bleiben und tief durchatmen, um genügend Sauerstoff zu bekommen.
   
Am letzten Abend auf nepalesischem Boden schlafen wir alle schlecht und Moni hat Kopfschmerzen,
aber allen geht es soweit gut - keiner hat Anzeichen von Höhenkrankheit.
   
   
Wir starten kurz nach 5 Uhr zum Nara-La-Paß - anfangs durch häßlichen Nebel bei ca. 5°C.
   
   
Der Paß ist 4.620 m hoch. Es weht ein eisiger Wind. Auf der anderen Seite lichtet sich der Nebel.
   
   
Wir schauen jetzt ins tibetische Hochland und sind begeistert. Das Wetter wird zunehmend besser.
   
   
Der Karnali hat uns wieder. Wir erreichen Hilsa - der Ort vor der Grenze nach Tibet.
   
Der Ort hinter der Grenze heißt Tatopani (dt. heißes Wasser), wie das Getränk,
das einige Mädels in unserer Gruppe zu ihrem Hauptgetränk erkoren hatten.
   
    
   
Wir essen zum Mittag den Inhalt unserer Lunch-Box: Kuchen, 1 Scheibe Käse, 1 Ei und kalte Pommes Frites.

Die Grenzformalitäten sind zwar sehr umständlich und formell, aber wir haben es uns noch schlimmer vorgestellt. Unser Gepäck wird nur oberflächlich von freundlichen chinesischen Grenzern kontrolliert.

Die Gruppe wird auf 4 Jeeps verteilt und nach Purang gefahren - das sind ca. 15 km. Dort findet noch eine gründliche Grenzkontrolle statt. Uns erwartet eine großflächige Desinfektion unserer Seesäcke
und von jedem wird ein Foto gemacht.

Danach müssen wir auf unsere Pässe und Permits warten.
   
   
Wir verbringen die Wartezeit in einer
Imbißstube in Purang
und vertreiben uns die Zeit mit einer
leckeren Nudelsuppe.
   
   
Nach 2 Stunden bringt uns ein chinesischer Guide die Pässe und die Permits. Er wird uns in China begleiten. Endlich fahren wir los. Ziel ist der Manasarovar-See.
Die Straße sehr gut ausgebaut und asphaltiert.
   
   
Die tibetische Landschaft, die an uns vorbei zieht, ist grandios.
Genau so habe ich mir sie vorgestellt.
Wir sind ca. 4.500 m hoch und ringsum grüßen uns schneebedeckte Gipfel.
   
   
Wir halten am Rakshastal (See).
Er soll giftiges Wasser enthalten
und wird von Dämonen beherrscht.
Wir wagen es, aus dem Jeep auszusteigen, um mitten zwischen den Steinmännchen ein Foto zu machen.
Der eisige Wind treibt uns bald wieder ins Auto.
   
   
Gegen 18 Uhr erreichen wir den Manasarovar-See und freuen uns auf den bevorstehenden Ruhetag.

Wir dürfen morgen bis 7 Uhr schlafen. Hurra!!!
   
 

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