Rückfahrt quer durch Tibet bis nach Nepal
vom 30.08. bis 03.09.2010

   
Wir werden schon um 3.30 Uhr geweckt, denn wir müssen noch einen Tag aufholen,
d.h. wir haben für die Rückfahrt nach Dhulikhel (wo es wieder ein Hotel und eine Dusche gibt...)
nur 3 statt 4 Tage Zeit.
 

Karten und GPS-Daten:
30.08.2010 - Fahrt vom Manasarovar-See nach Old Dongba
31.08.2010 - Fahrt von Old Dongba nach Pekutsu
01.09.2010 - Fahrt von Pekutsu nach Dulikhel
 
 
   
Die einzige Straße hier ist von ganz unterschiedlicher Qualität.
   
   
Sie führt strikt nach Osten und ca. 900 km bis nach Lhasa.
Sie befindet sich noch im Bau, aber wir verstehen das System dieser Baustellen nicht.
Immer wieder gibt es fertige asphaltierte Stücke - dann wieder müssen wir runter von der Trasse und werden auf Seitenwegen entlang geführt, die durch den vielen Regen total aufgeweicht und schlammig sind.
   
   
Einmal bleibt unser Küchen-LKW im Schlamm stecken
 und kommt nur mit Mühe wieder frei.
An dieser Brücke verlieren wir fast 1 Stunde Zeit.
Ein chinesischer Soldat will "Brückenzoll".
Ja, gehört dem denn die Brücke? Unglaublich!
   
   
Wir müssen durch verschiedene Gewässer - für die Jeeps aber kein Problem.
   
   
Aber es gibt auch Brücken - hier sogar ohne Bestechungsgelder ...
   
   
Mittags halten wir meist an schönen Plätzen, die etwas abseits von der Straße liegen und wir bekommen auf Papptellern sogar ein richtiges Essen (Kartoffeln, Gemüse, Rohkostsalate, Wurststücke, aber kein Fleisch) -
   
   
 lauwarm zwar, aber immerhin. Wir sind zufrieden. Wir locken wieder Einheimische an.
   
   
Die Kinder zeigen uns stolz ihre Schulhefte. Hannes macht Faxen ...
   
   
Die tibetische Landschaft ist grandios. Genau so habe ich sie mir vorgestellt - allerdings nicht mit soviel Regen.
   
 
Es gibt sogar richtig große Sanddünen in Tibet.
 
   
Hier müssen wir durch noch eine Kontrolle. Es sieht schon wieder nach Regen aus.
 
 
Einer der Jeeps hat eine Radpanne - irgend ein Teil aus dem Radkasten hat sich gelöst - und der Fahrer
muß sich in den Dreck legen. Aber er bekommt es wieder hin und wir können weiterfahren.
   
   
Vorletzte Zeltübernachtung bei Zhongba
   
 
Zwischenstop in Saga, einem kleinen tibetischen Ort, wo alles sehr chinesisch anmutet.
Aber wir bekommen eine Kostprobe des Tsampa, dem Nationalgericht Tibets mit Buttertee.
Harka demonstriert, wie man das Gerstenmehl mit dem Tee vermischt.
Es schmeckt uns nicht!
   
   
Hans hat die Zeit genutzt und sich in einem kleinen Frisörladen rasieren lassen.
Es glänzt richtig in diesem Raum ...
 
 
Wir fahren weiter - von jetzt an nach Süden und mitten hinein in die Berge.
 
 
Es regnet wieder. Phelgutso-See
 
Dieter macht ein tolles Panorama-Foto von diesem See.
 
 
   
   
Hier verbringen wir auch unsere letzte Zelt-Übernachtung.
Wir sind begeistert von der Bergkulisse und dem Farbenspiel bei Sonnenuntergang.
 
   
   
Unser letztes Abendessen im Zelt. Die Küchen-Crew hat sich noch mal mächtig ins Zeug gelegt mit geschnitztem Gemüse (Möhren und Rettich - links) und Dal bath mit Hühnchenstücken (rechts) -
ich glaub's ja nicht ... Fleisch! Wo hatten sie das denn versteckt?
   
   
Jetzt holen einige aus der Gruppe ihre Reste heraus:
Gestern hatte Anni schon Birnenschnaps reihum gehen lassen, heute Moni, die in der kleinen Trinkflasche Becherovka mitgeschleppt hat und Hans hatte sogar eine ganze Flasche Metaxa in seinem Rucksack.
Es wurde ein lustiger Zelt-Abschlußabend.
 
Dann hat es die ganze Nacht geregnet - nein, geschüttet wie aus Kannen - bis in den Morgen.
Wir gehen ohne uns zu waschen und ohne Zähne zu putzen zum Frühstück.
Wie sollten wir das auch machen, ohne patschnaß zu werden. Egal, heute abend können wir duschen!
   
   
Die Landschaft wird grüner. Es gibt wieder kleine Terrassenfelder.
   
   
Noch ein paar letzte Matschstraßen und Holperpisten, dann fahren wir auf der bereits fertig gestellten
   
   
Asphaltstraße zwischen Lhasa und Kathmandu. Wir fahren über den Lalung-La-Paß.
   
   
Er ist 5.050 m hoch und die Luft verdammt dünn. Ab hier geht es abwärts - 3.500 Höhenmeter!
   
   
Die Straße ist wirklich gut ausgebaut und wir fahren durch grandiose Berglandschaften
   
   
Im Tal strömt der Bhote Koshi, der sehr viel Wasser führt - kein Wunder nach dem vielen Regen,
d.h. es regnet ja eigentlich immer noch.
   
   
Zahlreiche Wasserfälle stürzen von den Hängen in den Fluß.
   
   
Wir bekommen manchmal eine Art Autowäsche
von den herabstürzenden Wassern.
Vielleicht ist es ganz gut, daß wir nicht sehen können, wie steil es hier hinunter geht.
   
Noch vor der tibetisch-nepalesischen Grenze hört die asphaltierte Straße auf und geht in Schotterpiste über.
D.h. sie ist noch eine große Baustelle.
Unser Jeep rauscht einmal mit einer Vollbremsung in ein frisches Zementbett -
die Bremsen funktionieren nicht einwandfrei ...! Oh je, oh je ...!
Unser Fahrer muß eigenhändig die beschädigte Zementschicht ausbessern ...
   
   
Schon einige Kilometer vor dem Grenzort Zhangmu gibt's einen riesigen Stau.
Hunderte LKW's scheinen über die Grenze zu wollen und verstopfen die engen Straßen.
   
   
Gegen 12.30 Uhr haben wir es geschafft und verabschieden uns von unseren Fahrern,
die auf der chinesischen Seite bleiben müssen.
Auf dem Weg zur Grenzkontrolle.
Hier müssen wir diesmal unsere Rucksäcke fast komplett auspacken. Sie suchen vor allem Dalai-Lama-Bilder.
   
   
Wir gehen zu Fuß über die Grenze nach Kodari in Nepal und erhalten hier unsere Pässe zurück. Im Immigration-Office müssen wir ein Einreise-Formular ausfüllen und bekommen einen Einreisestempel.
   
   
Im Mount-Kailash-Gasthaus spendiert Harka ein tolles Mittagessen und alle trinken ein Bier.
   
Unser Büschen ist noch nicht da, das uns nach Kathmandu bringen sollte.

Wir erfahren, daß es auf der Strecke einen
Erdrutsch gegeben hat und die Straße an dieser
Stelle unpassierbar ist.

Ja, hört das denn nie auf?
Es geht irgendwie immer noch einer drauf!
Nur eine Überschwemmung fehlt uns noch ...
(Ich sollte es besser nicht beschreien!)
   
   
Wir fahren mit einem Linienbus bis zur Unglücksstelle.
   
   
 
Dort steigen wir aus und gehen zu Fuß weiter.
 
   
Wir müssen mehrere Bäche durchqueren und durch knöcheltiefen Schlamm waten.
   
   
Ein LKW ist umgekippt - ausgerechnet auf das Dach eines Hauses.
Es soll aber niemand zu Schaden gekommen sein.
   
   
Ein Kran ist bereits im Anmarsch - aber ob der den großen Lastwagen aufgestellt bekommt?
   
Dann haben wir es geschafft.
Hier wartet auch unser Büschen auf uns.
Gegen 16 Uhr fahren wir los.
Es sind knapp 100 km bis Dhulikhel.

Die Straße ist jetzt meist asphaltiert.
Es geht wieder durch grandiose Berglandschaft
hoch oben über dem sprudelnden Fluß.

Bei Baliphi blockiert ein defekter LKW die Straße
und wir verlieren weitere 30 min., ehe wir
den Stau hinter uns gelassen haben.

Es ist bereits dunkel.
Unser Fahrer fährt wie ein Lebensmüder und
versucht, die verlorene Zeit wieder aufzuholen.
   
Um 19.30 Uhr erreichen wir unversehrt Dhulikhel
und das Lodge-Resort.

Wir beziehen unsere Zimmer
(richtige Zimmer mit richtigen Betten
und einer Dusche)!
Das wir das noch erleben dürfen!

Leider sitzt in unserer Dusche eine riesige Kakerlake
und ich kann das Haarewaschen gar nicht richtig genießen.

Um 20.30 Uhr treffen wir uns zum Abendessen.
Alle sehen total verändert aus...

   
Nach dem Essen gibt's noch endlose Diskussionen mit Sudama Karki (Chef von Around the Himalayas/Partnerunternehmen unseres Reiseveranstalters "Weltweitwandern")
über den vermaledeiten Reiseverlauf, die aber nicht viel bringen. Die Emotionen kochen hoch.
Schade!
Wir hatten einfach Pech mit dem Wetter, aber dafür kann man niemanden verantwortlich machen.
 Leider hat das aber für die gesamte Reise einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.
   
   
Am nächsten Morgen regnet es mal wieder und die ganze Umgebung hüllt sich in dicke Nebelwolken.
Dabei soll man von hier Himalaja-Berge sehen können.
Trotzdem genießen wir unser Frühstück mit
richtigem Kaffee und ganz viel Obst ... hmmm!
Hannes probiert richtiges Toastbrot.
   
   
Wir packen unsere Sachen und alles wird wieder auf unsem Büschen verschnürt.
   
   
Wir fahren nach Kathmandu zum Hotel "Kantipur Templehouse" im Touristenviertel Thamel.
   
   
Es ist ein sehr schönes Hotel.
   
   
Harka unternimmt mit uns einen Stadtbummel,
aber es regnet fast ununterbrochen.
Das meiste kennen wir schon von unserem Urlaub 2003.
Hier das Verbrennungsgate von Pashupatinath.
   
   
Pashupatinath von oben Harka, Rosi, Ingrid und Dieter im Regen
   
   
ein Sadhu, der sich gegen Geld fotografieren läßt Lingam-Tempel - Eintritt nur für Hindus erlaubt
   
   
Bodnath
2003 strahlte die Stupa blendend weiß in der Sonne
In der Thangka-Malschule kaufen wir uns ein Mandala.
Davon reden wir schon seit 2003.
   
   
Gleich neben der Stupa treffen wir uns zu einem letzten gemeinsamen Abendessen.
Wir bekommen alle weiße Glücksschals und ein
leckeres Essen.
Hannes und Burgi übergeben später die Trinkgelder.
Auch die Küchenmannschaft bekommt ihren Teil.
Wir verabschieden uns von ihnen -
sicher für immer.
   
Am nächsten Morgen (es hat wieder die ganze Nacht geregnet) animiert uns Harka zu noch einem Stadtspaziergang, denn unser Flugzeug geht erst heute abend.
Wir haben aber keine richtige Lust mehr - eigentlich wollen wir schnellstmöglich nach Hause.
Und es regnet wieder.
   
   
Maha-Buddha-Tempel
   
   
   
Durbar Square Patan
   
   
Wir bezahlen den Hubschrauberflug nach Simikot und verabschieden uns von allen.
   
Wir fahren mit Harka gegen 17 Uhr zum Flughafen.
Die anderen fliegen erst heute Nacht und müssen noch 3 Stunden warten.
Ingrid und Dieter haben 2 zusätzliche Übernachtungen in Kathmandu gebucht und bleiben hier im Hotel.

Wir versprechen allen, Emails zu schreiben und Fotos auszutauschen.
Doch erst müssen wir mal zu Hause sein.
   
 

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