Sonntag, 29.02.2004
Nach 10 Stunden Flug von Frankfurt nach Bangkok, etwa 4 Stunden Wartezeit fuer den 1,5 stuendigen Flug von Bangkok nach Hanoi sind wir hier gegen 20:30 Uhr (Ortszeit = MEZ + 6 Stunden = 14:30 Uhr Meckenheimer Zeit) gut angekommen. Den langen Flug haben wir gut ueberstanden. Auch die Abholung und die Unterbringung im Hotel hat gut geklappt und nun sind wir gespannt auf morgen !

Montag, 01.03.2004
Wir haben einen sehr schoenen Tag in Hanoi verbracht. Die Sonne schien sehr schoen warm und wir haben viel gesehen. Wir hatten ein tolles vietnamesisches Mittagessen, sind mit einer Rikscha durch den chaotischen Stadtverkehr kutschiert worden und haben das Wasserpuppentheater gesehen. Abends brachte man uns zum Bahnhof und fuhren nach Sa Pa.

Donnerstag, 04.03.2004
Wir mussten den Gipfelsturm abbrechen. Der 1. Tag des Aufstieges begann schon mit Regen, Nebel und Kaelte, war aber noch relativ einfach. Die Wege waren zwar keine Alpenstege, aber fuer uns kein Problem. Der erste Schock war das Camp in dem wir die erste Nacht verbringen sollten. Es gab ein grosses Holzgestell fuer 11 Touristen, das mit Plastikplanen ueberdacht war, auf dem wir wie die Sardinen in einer Buechse schlafen mussten. Dazu gab es draussen ein kleines Feuer, an dem wir auf winzigen Schemmeln versuchten, uns ein bisschen zu waermen. Es hat dauergeregnet und wir froren bitterlich bei ca. 2 Grad im Zelt. Am naechsten Morgen beschlossen nur 2 Schweizer den Aufstieg zu wagen und kehrten nach einer Stunde zurueck. Fuer den Gipfel musste ein steile Wand (vergleichbar einem alpinen Klettersteig ohne Seil oder anderen Sicherungsmoeglichkeiten) erklommen werden, der ausserdem noch nass und extrem glitschig war vom Regen der letzten Stunden. Wir hatten schon nach der schlimmsten Nacht meines Lebens beschlossen, den letzten Aufstieg nicht in Angriff zu nehmen, aber auch der Abstieg war grauenvoll. Er war sehr, sehr steil und glatt, weil meist nur ausgetretene Lehmpfade vorhanden waren. Wir sind mit einigen Stuerzen, Schrammen und blauen Flecken trotzdem gesund wieder in Sa Pa angekommen.
Freitag, 05.03.2004
Es ist hier auch eiskalt, ca. 9 Grad im Zimmer, aber wir haben uns endlich ausgeschlafen in einem unglaublich warmen weichen Bett. Heute haben wir nur eine kleine Wandertour ohne Guide zu den ethnischen Minderheiten (Dzao und Schwarze Hmong) in die Berge hier unternommen. Leider ist es immer noch kalt und die Sicht betraegt meist nur zwischen 20 und 50 Metern. Wir frieren so und es gibt keine Heizungen.

Samstag, 06.03.2004
Heute haben wir kein Internet-Cafe gefunden, wo wir in unsere Homepage was eintragen konnten. Das liegt hier an den veralteten Betriebssystemen und Computern. Haben einen Ausflug in einen Park mit einem Botanischen Garten gemacht, aber es ist wieder kalt und neblig und mindestens 4 Wochen zu frueh fuer die schoenen Orchideen, die sonst hier wachsen. Dafuer besuchten wir eine sehr schoene Show der Hmong, die ihre Taenze und Musik vorstellten. Das war wunderschoen anzuschaun - vor allem fuer die Maenner, denn die Frauen hier sind sehr schoen. Nachmittags wanderten wir in ein Tal zu den Hmong - einer ethnischen Minderheit dieser Region. Uns ist immer noch kalt.

Sonntag, 07.03.2004
Wieder kein funktionierendes Internet-Cafe (fuer Insider: kein FTP) gefunden. Wir haben am fruehen Morgen in Sapa ausgecheckt - endlich, denn es regnet wieder - und fahren nach Lao Cai und Bac Ha zu einem tollen Sonntagsmarkt in den Bergen. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Die Vielfalt war ueberwaeltigend. Da werden Bueffel und Hunde angeboten (nicht nur als Haustiere). Es gab Garkuechen, in denen Schalen voller gut gewuerztem, frischem Schweine-Blut verkauft wurden (Keine Angst - wir haben es nicht probiert!). Alles wuselt bunt durcheinander und geht seinen Geschaeften nach - und wir mittendrin. Das hat uns sehr gefallen, auch weil es endlich hier etwas waermer war. Zuletzt besuchten wir ein Haus einer einheimischen Familie der ethnischen Minderheit der Blumen-Hmong. Sehr beeindruckend, mit wie wenig eine Familie auskommen kann bzw. muss... Am Abend fuhren wir zurueck nach Lao Cai zu unserem Nachtzug nach Hanoi.

Montag, 08.03.2004 (Frauentag in Vietnam!)
Wir stiegen gegen 4.30 Uhr geraedert aus dem Zug, konnten aber in unserem Hotel noch ein bisschen schlafen. Am Vormittag bummelten wir endlich mal ohne Guide durch Hanoi, was sehr angenehm war, denn hier sind Temperaturen von ca. 20 Grad und dann kam auch die Sonne raus. Schoeeeeen! Zu Mittag haben wir in einem Strassenimbiss eine ganz authentische und absolut wohlschmeckende Nudelsuppe mitten zwischen Vietnamesen gegessen. Lecker! Nachmittags fuhren wir dann mit dem Auto nach Ha Long, der Stadt an der beruehmten Bucht mit den Tausenden von Felsinseln im Meer, die wir morgen mit dem Boot naeher anschauen koennen. Hier ist das Klima eher mittelmeermaessig und fuer uns sehr wohltuend - endlich! Und es gibt hier endlich ein Internet-Cafe, wo wir endlich mal wieder was auf die Homepage schreiben koennen.

Dienstag, 09.03.2004
Das 10-stoeckige Hotel in Ha Long war sehr neu, sehr komfortabel - und leer. Wir waren, glaube ich, die einzigen Gaeste im gesamten Hotel. So waren wir trotz des Komforts froh, auf das Boot klettern zu koennen, um die Rundfahrt durch die Ha Long-Bucht beginnen zu koennen. Es war ein wunderbares Naturerlebnis, eine einzigartige, bizarre Landschaft. Auch wenn die Sicht etwas diesig war, bei 25 Grad und Sonnenschein genossen wir die Bootsfahrt. Nach einem fantastischen Seafood-Mittagessen fuhren wir kurz nach Mittag wieder mit dem Auto zurueck nach Hanoi. Abends bummelten wir dann das letzte mal durch Hanoi und waren dann in einem kleinen, urigem Lokal, wo es typische nordvietnamesische Kueche und Getraenke gab. So probierten wir das erste mal verschiedene Schnaepse, in denen Schlangen, Gekkos, Seidenwuermer und eine ganze Menge Kraeuter eingelegt waren. Bis jetzt ist es uns gut bekommen !

Mittwoch, 10.03.2004
Nach dem Fruehstueck haben wir noch ein paar Karten geschrieben und warten jetzt (09:30 Uhr) auf das Auto das uns zum Flughafen fuer den Flug nach Hue bringen soll.
-------- (19:40 Uhr)
Nunmehr sind wir in der alten Kaiserstadt Hue angekommen und haben nachmittags noch die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt und den zentralen Markt besucht. Beides war sehr interessant. Heute abend haben wir am Parfuem-Fluss in einem schwimmenden Restaurant gegessen. So aufregend wie gestern war es nicht, aber auch nicht schlecht. Wir haben erst im dritten Internet-Cafe einen freien Platz gefunden, denn die jugendlichen Vietnamesen surfen, chatten und mailen wie die Wilden.

Samstag, 13.03.2004
Am Donnerstag fuhren wir mit einem Boot auf dem Parfum-Fluss (der eigentlich Duft-Fluss heisst) zu einer sehr schoenen Pagodenanlage, die auch noch von buddhistischen Moenchen bewohnt ist. Nachmittags besuchten wir eine der Grabanlagen der vietnamesischen Kaiser, um uns dann abends noch einmal in das Gewimmel in der Altstadt von Hue zu stuerzen. Am Freitag morgen ging es dann schon Richtung Hoi An. Allerdings machten wir noch eine Zwischenstation in Da Nang, um ein Museum und die Marmorberge zu besuchen. Heute war ein sehr interessanter Tag, da wir einen in Vietnam lebenden Deutschen getroffen haben. Er ist mit einer Vietnamesin verheiratet und lebt jetzt seit 2 Jahren hier. Von ihm erfuhren wir unheimlich viel vom wahren Leben hier in diesem Land. Wir mieteten uns Fahrraeder und fuhren mit ihm durch Hoi An und besuchten seine hiesigen Schwager, Schwaegerinnen etc. in ihren Haeusern. Mit seiner Frau kauften wir auf dem lokalen Markt die Zutaten fuer unser Mittagessen, dass wir dann bei ihm zu Hause gemeinsam zubereiteten. Lecker ! Jetzt von den unzaehligen kleinen und grossen Geschichten anzufangen zu erzaehlen, wuerde den Rahmen unserer aktuellen Berichterstattung bei weitem sprengen.

Montag, 15.03.2004
Gestern waren wir wieder mit Guide-Frau unterwegs zu einem Ausflug nach My Son. Das ist eine fast nicht mehr existente Tempelanlage aus dem 2. bzw. 7. Jahrhundert. Nachmittags hatten wir wieder zur freien Verfuegung und bummelten noch mal im strahlenden Sonnenschein durch die Strassen der alten Hafenstadt Hoi An. Durch Zufall erlebten wir noch eine schoene Auffuehrung einer traditionellen Tanz- und Musikgruppe. Abends hatten wir zwangsweise ein "Candlelight-Dinner", weil 2 Stunden lang der Strom ausgefallen war.
Heute morgen flogen wir nach Nha Trang zu unserem Tauchziel. Wir hatten wieder Zeit zur freien Verfuegung und genossen das tolle Hotel mit Pool fast direkt am Strand (nur durch eine Strasse getrennt) und badeten bei ca. 30 Grad Luft- und Wassertemperatur im Suedchinesischen Meer. Endlich Urlaub! Wir sind gespannt auf morgen und unsere ersten Tauchgaenge.

Dienstag, 16.03.2004
Sehr frueh ging es heute morgen los - 6 Uhr war wecken angesagt und 7 Uhr wurden wir abgeholt. Auf unserem Tauchboot waren fast 30 Taucher und uns war unklar, wie das logistisch ablaufen soll. Aber es war beeindruckend organisiert. Wir brauchten nichts selbst montieren, nur Anzuege und Flossen an und reinschluepfen in das fertige Jacket und ab ins himmelblaue Meer. Der erste Tauchgang war schwierig und wie meistens zum Eingewoehnen, aber der Zweite war toll. Solche Korallengaerten haben wir noch nie gesehen - und die vielen bunten Fische - wie in einem riesigen Aquarium. Gegen 14 Uhr waren wir wieder im Hotel und fix und fertig und mussten erst mal ein gutes Stuendchen schlafen. Nachmittags machten wir noch einen Ausflug zur Po Nagar-Pagode (auch sehr alt). Jetzt bummeln wir noch ein bisschen durch Nha Trang und muessen frueh schlafen gehen, da es morgen wieder zeitig raus geht.

Donnerstag, 18.03.2004
Heute haben wir nun unseren letzten Tauchgang gemacht. Schade, denn jetzt haben wir uns an alles hier gewoehnt und muessen morgen weiter. Heute morgen hatten wir unseren schoensten Tauchgang mit Begegnungen mit Barracudas, Kalmaren und roten Feuerfischen. Hannes hat ein bisschen was mit seinem Camcorder davon eingefangen und wir hoffen, dass wir zu Hause etwas davon zeigen koennen. Wir haben am Nachmittag noch einen letzten Bade-Sprung ins Meer getan und den Tag mit Leckerem aus dem Meer kulinarisch beendet. Wir assen jeder eine Riesengarnele (vom Holzkohlegrill), die wir noch nie so riesig gesehen haben (ca. 350 g pro Garnele!) - und das war sooo lecker! Morgen mittag fliegen wir nach Saigon und werden auch einen Tag im Mekong-Delta verbringen. Darauf sind wir dann auch schon wieder gespannt. Die Waerme und Sonne wird uns dort sicher erhalten bleiben.

Montag, 22.03.2004
Nach ganz planmaessigem Flug haben wir noch am Freitag nachmittag einen ersten Stadtrundgang mit Guide (endlich mal ein deutschsprachiger) durch Saigon gemacht. Es ist eine tolle Stadt mit vielen Hochhaeusern, vielen grossen Baeumen und tollen Parkanlagen. Nur der Verkehr ist das Chaotischste was wir bisher auf unseren Reisen erlebt haben. Eine Strasse zu ueberqueren ist nur was fuer Lebensmuede und ein Abenteuer fuer sich. Am Samstag dann stand die offizielle Stadtbesichtigung an und wir haben die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten abgelaufen bzw. abgefahren: Chinatown mit mehreren sehr schoenen Pagoden, Notre Dame, das Hauptpostamt, die Oper und vieles mehr. Den Sonntag und Montag haben wir im Mekong-Delta verbracht bzw. mit der Fahrt dorthin. Wir waren sehr beeindruckt von der unglaublichen Breite der verschiedenen Flussarme und dabei haben wir nur ein winziges Teilchen des riesigen Delta-Gebietes sehen koennen. Und man kann sich die unglaubliche Vielfalt des Lebens auf diesen Gewaessern schlecht vorstellen, wenn man es nicht so hautnah miterlebt hat. Da spielt sich das gesamte taegliche Leben der Vietnamesen, die dort leben, auf und am Wasser ab. Es laesst sich schwer in Worte fassen und in Fotos schon gar nicht. Vielleicht konnte Hannes ein bisschen Flair mit dem Camcorder einfangen. Besonders hatten es uns die schwimmenden Maerkte angetan - das Gewimmel an Booten und Waren aller Art war ueberwaeltigend. Wir fuhren mit dem Boot ein Stueckchen in die kleineren Kanaele und erlebten einen Stau, den wir zu Fuss umgehen mussten. Bei einigen Stopps durften wir die unterschiedlichsten Fruechte probieren und gruenen Tee gibt es hier immer und ueberall sowieso kostenlos. Es war einfach toll. Die letzten 3 Tage haben wir auch noch ein paar kulinarische Hoehepunkte erleben koennen, die jedem "Gruenen" oder Tierschuetzer die Traenen in die Augen treiben wuerde...
Heute abend sind wir zu einem grossen Abschluss-Essen vom hiesigen Reisebuero eingeladen und das wird sicher auch noch mal ein Highlight. Morgen wollen wir zum Ausbaumeln noch ein bisschen durch die Stadt bummeln und vielleicht den Botanischen Garten besuchen. Um 18.30 Uhr (12.30 Uhr MEZ) werden wir zu unserer letzten Fahrt abgeholt und zum Flughafen gebracht.

Dienstag, 23.03.2004
Der letzte Tag unseres langen Urlaubes ist nun auch vorbei...
Aber wir freuen uns, wieder nach Hause zu fliegen. Heute sind wir nur noch ein bisschen durch Saigon gebummelt und sitzen jetzt um 20:00 Uhr Ortszeit in Saigon auf dem Flughafen und warten auf das Einchecken fuer den Flug nach Bangkok. Auf Wiedersehen in Deutschland !!!