Unsere Baltikumreise

vom 28. Juli – 18. August 2007

 

Nachdem wir diese Reise bereits zweimal verschoben haben – 2002 und 2004 –
sollte es jetzt endlich soweit sein, dass wir doch noch ins Baltikum reisen.
 

 

 

Geplant waren folgende Stationen:

-         die Anreise mit der Fähre von Travemünde bei Lübeck nach Helsinki

-         2 Tage Aufenthalt in Helsinki

-         Überfahrt von Helsinki nach Tallinn mit einer weiteren Fähre

-         3 Tage in Tallinn

und ohne Planung aber schon fest eingeplant:

-         die Hauptstadt Riga in Lettland

-         die Hauptstadt Vilnius in Litauen und die Kurische Nehrung

-         Heimreise über Polen und Löbau nach Meckenheim

Wir hatten nach der Anreise in Richtung Norden noch Zeit und hielten kurz in Lübeck.
Die Stadt wurde für uns eine echte Überraschung.
 

Sehr schön und gut erhalten – die Altstadt Lübecks.

 

 

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Abends schifften wir uns auf die Fähre nach Helsinki ein –
die Prozedur wurde ein Erlebnis und dauerte fast 4 Stunden.
Erst nach Mitternacht kamen wir zum Schlafen.
 

 

 

mehr über die Fähre    

Nach einer weiteren Nacht an Deck erreichten wir
schon um 6.30 Uhr - früher als geplant - Helsinki.

Die Ansicht der Plattenbauten erstaunten
uns etwas, aber die Sonne schien über allem
und ließ alles sehr freundlich aussehen.

 
Ehe die LKW's an Land gebracht worden waren, die Passagiere abfahrbereit in ihren Autos saßen und wir
alle von Bord fahren konnten, vergingen wieder fast
2 Stunden.

Bis zu unserem Hotel "Grand Marina" war es zum Glück nicht weit und noch vor 9 Uhr starteten wir zu unserem 1. Rundgang durch die Stadt.

Wir schauten uns den Dom -
das Wahrzeichen Helsinkis - an,

außerdem das finnische Nationaltheater, die Felsenkirche
und bummelten über die Esplanade.

Am Nachmittag unternahmen wir eine Bootstour
zur Festungsinsel Suomenlinna (dt.: Finnische Burg).
   

Das waren dann aber auch schon die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Wir waren ein bißchen enttäuscht.
Die Stadt wirkt mit ihren reichlich 500.000 Einwohnern so gar nicht wie eine Hauptstadt.
 

mehr über Helsinki                            

 

Der nächste Morgen bescherte uns dicke Wolken.
Wir beschlossen trotzdem einen Ausflug nach
Porvoo zu machen, einem kleinen hübschen Städchen 50 km nordöstlich von Helsinki.
Der Baedecker hat in seinem Reiseführer für den Ort 2 Sterne vergeben und er ist wirklich sehr sehenswert. Es gibt hier noch viele typisch finnische Holzhäuser, die liebevoll restauriert wurden und mittelalterliche Kopfsteinpflaster-Straßen.
Auf dem Rückweg entdeckten wir noch die Gletschermühlen, die ein Kuriosum der Natur sind.
Leider regnete es fast den ganzen Tag.

 

   

mehr über Porvoo und die Gletschermühlen    

Am nächsten Morgen kam die Sonne raus und
nach einer kurzen Fahrt mit einer weiteren Fähre erreichten wir Tallinn.

 

 

Hannes hatte nicht zuviel versprochen, Tallinn ist eine wunderschöne Stadt, mit vielen Türmen, dicken Stadtmauern und sehr viel Charme und mittelalterlicher Atmosphäre.

Sehenswert ist vor allem die Altstadt, die innerhalb der Stadtmauer ein geschlossenes Ensemble bildet, aber auch der Kadriorg Park und das Barockschloß von Katharina I. sind sehr schön.

 

 

   

 

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Wir blieben 5 Tage in Tallinn und unternahmen von dort aus außerdem an einem Tag einen Ausflug zum Schloß Palmse und zum Lahemaa-Nationalpark, wo wir eine Tageswanderung um eine Halbinsel bei Käsmu unternahmen.

 
 

mehr über Schloß Palmse und Lahemaa    

   

Danach fuhren wir in Richtung Südosten bis nach Tartu. Das ist die älteste Universitätsstadt Estlands, wo es aber auch einen schönen Marktplatz mit frisch renoviertem Rathaus und ein total schiefes Haus gibt.
 




 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

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Von dort ging es an einem Tag bis zum Schloß Alatskivi und zu dem riesigen Peipu-See mit seinen
russischen Dörfern. Wir hatten unsere Badesachen mitgenommen, aber das Baden im See war nicht
sehr erquicklich, denn er ist sehr flach und zum Schwimmen nicht gut geeignet.
 

   

mehr über Schloß Alatskivi und Peipu-See    


Am nächsten Tag wollen weiter nach Süden fahren, um den höchsten Berg Estlands zu besteigen,
der gleichzeitig der höchste Berg des gesamten Baltikums ist.
 

 

Es ist der Munamägi.

 

 

 

 

 

 

 

   

 

mehr über Munamägi  


Wir träumten von einer Unterkunft in Form einer kleinen Hütte – am liebsten an einem See.
 


Wir finden leider keine, die wenigstens untersten westeuropäischen Standard hat.
Einmal ist eine Ferienwohnung auch schon belegt.
 


Wir buchen in der nächst größeren Stadt Vöru ein Zimmer in einem Hotel, das wenigstens an einem See liegt.
 

Nachmittags unternehmen wir aber eine sehr
schöne Wanderung – zum Hinni Canyon

   


und entlang und drum herum an 7 verschiedenen Seen vorbei.
 

 

mehr über die Wanderung  

   


Schon am frühen Dienstag Morgen überqueren wir die Grenze nach Lettland und kamen gut 1 ½ Stunden später in Sigulda an –
unser erstes Ziel in Lettland.
 

  Wir finden ein sehr schönes Hotel, bleiben 2 Nächte


und unternehmen noch am selben Tag einen Stadtrundgang.
 

 

mehr über Sigulda  

Ausflug über und an die Gauja

 

mehr über die Gauja  

   
Ausflug nach Turaida

 

mehr über die Turaida  

   
Ausflug nach Cesis

 

mehr über Cesis   

   


Am Morgen des 9. August fahren wir nach Riga und landen erst mal in einem Parkhaus außerhalb der Innenstadt,
denn in die Altstadt kann man nur mit einer Chipkarte des Hotels, in dem man wohnt, fahren.
 


Wir finden ein Hotelzimmer mitten im Altstadtkern, bekommen eine Chipkarte und dürfen dann auch hier parken.
 

Wir schauen uns die Stadt an,

besuchen die Markthallen

   


und die schönen Viertel mit zahlreichen Jugendstil-Häusern, ja ganzen Jugendstil-Straßenzügen.
 

 

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Riga hat einen berühmten Badestrand – Jurmala.

Es ist der Strand der Schönen und der Reichen
mit feudalen Hotels und Ferienhäusern

und er ist gut besucht.


Wir finden einen Strandabschnitt etwas abseits von Jurmala und verbringen 2 Stunden mit Baden in der Ostsee.
 

 

mehr über Badestrände bei Riga   

   


Am 5. Tag unseres Aufenthaltes in Lettland packen wir morgens unsere Koffer und fahren südlich in Richtung litauische Grenze am Schloß Rundale vorbei – lt. Reiseführer „das vielleicht prächtigste Barockschloß im Baltikum“.
 

 

mehr über Schloß Rundale   

   

Gegen 12 Uhr mittags erreichen wir die Grenze nach Litauen und halten am ersten Geldautomaten, um erst mal Litas zu „tanken“ (1 Euro = 3,45 Lit.). Probleme an der Grenze gab es bisher nirgendwo. Man wollte immer nur unsere Personalausweise und die Fahrzeugpapiere sehen.
 


Wir leisten uns ein rustikales Mittagessen und da es hier viele schöne Rasthäuser an den Landstraßen gibt,
lassen wir es uns mit Hering (Moni) und Hähnchenkeulen (Hannes) schmecken.

   

Unser Ziel heute ist Palanga an der Ostseeküste.

Wir verbinden diese Fahrt noch mit einem Besuch beim „Berg der Kreuze“.

Was wir hier zu sehen bekommen,
verschlägt uns fast die Sprache.

 

mehr über den Berg der Kreuze   


Erst gegen 17 Uhr erreichen wir Palanga und versuchen vergeblich, hier ein Hotel für uns zu finden.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Tourist-Information bekommen wir dann eine Vermittlung für ein Zimmer in Kleipeda und sind später froh darüber, denn das Hotel „Euterpe“ ist toll.

   

Abends (und später noch mal bei Sonnenschein)
machen wir einen Stadtbummel durch Kleipeda.

   

 

mehr über Kleipeda   

Am nächsten Morgen fahren wir sehr früh zum Fährhafen, um die erste Fähre auf die
Kurische Nehrung zu erreichen.

   

Wir zahlen erst mal Eintritt, denn dieser Teil der
Nehrung ist Nationalpark und außerdem seit dem Jahr 2000 Weltkulturerbe der UNESCO.

Wir fahren bis nach Nida, dem Grenzort zur
Exklave Königsberg, die zu Rußland gehört,
und schauen uns dort gründlich um.

   

 

mehr über die Kurische Nehrung   


Am nächsten Tag müssen wir ca. 300 Straßenkilometer bewältigen, denn wir wollen heute nach Vilnius.
 

Wir finden mittags wieder eine sehr
schöne Raststätte an der A1.

Hier gibt es tatsächlich eine richtige vierspurige
Autobahn und wir erreichen Vilnius gegen 14.30 Uhr.

Die Suche nach einem freien Hotelzimmer gestaltet sich wieder schwierig. Wir bekommen aber Hilfe von einem Hotelangestellten und werden dann von der Tourist-Information an das Ecotel etwas außerhalb des
Zentrums vermittelt.

Besonders schön ist das nicht,
aber es ist ein Dach überm Kopf.

   

Eine Stunde später fahren wir noch mal raus aus der Stadt, denn ganz in der Nähe soll der Mittelpunkt Europas sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

mehr über die Mitte Europas   

   

Gegen 16.30 Uhr brechen wir noch zu einem ersten Stadtrundgang durch Vilnius auf.
 

   
   
 

Es ist eine wirklich schöne Stadt, aber Moni kann bald keine Städte mehr sehn.

 

Überall wird noch viel gebaut.

 

 

 

 

mehr über Vilnius   

   


Am Mittwoch besuchen wir den ca. 30 km von Vilnius entfernten Ort Trakai,
dessen Hauptsehenswürdigkeit die Inselburg ist.

 

Wir probieren auch eine lokale Spezialität der hier ansässigen Karamai – die Kybyn – und unternehmen einen kleinen Rundgang um die angrenzenden Seen.

 

mehr über Trakai   

   

Schon wieder packen wir unsere Koffer, um zu unserer letzten Station dieser Reise aufzubrechen – Kaunas.
Auf dem Weg dorthin liegt ein interessantes Freilichtmuseum „Rumsiskes“, dass wir unbedingt noch besuchen wollen.
 


Und es hat sich wirklich gelohnt.
 

 

mehr über das Freilichtmuseum in Rumsiskes   

 

 

Am frühen Nachmittag erreichten wir Kaunas und wieder bekamen
wir eine abschlägige Antwort in dem Hotel, das Hannes im Reiseführer favourisiert hatte. Aber eine freundliche Angestellte telefonierte für uns
und wir bekamen eine Adresse mitten in der Altstadt und das war
dann eines der nettesten Hotels unserer Reise: kleines Gästehaus
mit Klimaanlage, ruhig gelegen und sehr zentral.


In Kaunas selbst stand dann nur noch ein Stadtrundgang auf dem Programm,

   
   


aber Moni hatte keine Lust mehr,  irgendwas anzuschaun, obwohl der kleine Altstadtkern und der
Zusammenfluß von Nemunas (dt. Memel) und Neris (fließt durch Vilnius) durchaus sehenswert waren.
 

mehr über Kaunas       

 

Wir packen in der 10. Unterkunft unserer Reise frühmorgens zum letzten Mal unsere Koffer und fahren hinter Marijampole über die Grenze nach Polen.

 

Für die ca. 900 km bis nach Löbau, benötigten wir über 15 Stunden!!!

 

Die Straßen waren bis auf eine Ausnahme einspurige Landstraßen mit heftigem LKW-Verkehr und um Warschau herum verfuhren wir uns ein bisschen.

Es gibt keine wirkliche Stadtumfahrung und auch keine Autobahn.

Wir kamen völlig fertig bei Moni’s Eltern an.

 

 

Wir fuhren am Samstag morgen sehr früh in Löbau los und erreichten Meckenheim gegen 15 Uhr und waren unendlich froh, wieder zu Hause zu sein.