Wanderung zum Strand Güi Güi am 03.10.2011

(Rother Wanderführer Gran Canaria Nr. 40)
   
Das Problem dieser Wanderung sind die Gezeiten. Es ist unbedingt erforderlich, daß man sich nach dem
aktuellen Rhythmus von Ebbe und Flut erkundigt. Wir haben erfahren, daß der niedrigste Stand der Ebbe
am Güi-Güi-Strand gegen 13 Uhr ist.
D.h. wir müssen also möglichst bis 12 Uhr den Strand erreichen, um dort eine Badepause machen zu können.
   
   
Wir fahren wieder auf der GC-200 und biegen heute
nach Tasartico links ab.
Am Ortsausgang stellen wir das Auto ab.
   
   
Zwischen vielen Gewächshäusern (mit Tomaten?)
laufen wir auf einer Schotterpiste
bis zu diesem Abzweig.
Auf diesem Weg gibt es sogar richtige Wegweiser.
   
   
Es geht steil bergauf.
   
   
Die Gewächshäuser im Tal lassen wir hinter uns. Wir können den Paß schon sehen.
   
   
Hier trennen wir uns. Peter und Barbara gehen langsamer. Hannes und Moni wollen versuchen,
den Strand bis 12 Uhr zu erreichen.
   
   
Es ist steil und die Sonne brennt unbarmherzig. Geschafft - der Paß ist erreicht.
   
   
Die Aussicht auf Güi-Güi ist phänomenal.
Wir schaffen es, in gut 40 min. die 550 Höhenmeter zum Strand abwärts zu gehen.
   
   
   
Geschafft! Es ist 12.15 Uhr. Wir haben noch genügend Zeit, um den schönen Strand zu bewundern und kurz ins Wasser zu springen. Das ist sooo eine Wohltat und sehr erfrischend.
   
   
   
Wir lassen unsere verschwitzten Sachen in der Sonne trocknen und stärken uns mit
Wurst, Käse und Brötchen für den Rückweg.
Gegen 13.30 Uhr brechen wir auf. Die kleinen Wasserbecken im Felsen sind ideal, um die sandigen Füße abzuspülen.
Die Flut beginnt, aber nicht so dramatisch schnell, wie im Reiseführer beschrieben.

Ein letzter Blick auf diesen einsamen Küstenstreifen, zu dem keine Straße führt und der nur zu Fuß
oder per Boot erreichbar ist.
   
   
   
Der Anstieg und die 550 Höhenmeter wurden eine Tortour. Die Nachmittagssonne knallt ungehindert auf diese Felswände - und auf uns - herab. Wir haben zwar Sonnenhut und ausreichend Sonnenschutz, aber die Anstrengung ist enorm. Wir schwitzen gewaltig und gehen sehr, sehr langsam. Trotzdem habe ich nach der Hälfte des Weges
das Gefühl, es nicht zu schaffen. Aber wir schaffen es natürlich - nur leider habe ich das Fotografieren total vergessen. Unsere Wasservorräte gehen zur Neige.

Nach 2 Stunden Aufstieg erreichen wir den Paß.
   
Barbara und Peter haben sich in der Zwischenzeit erst mal ausgeruht und gehen langsam weiter bergauf.
   
   
Nur die Kakteen spenden etwas Schatten. Kurz vor 12 erreichen sie den Paß.
   
   
Barbara geht noch ein Stückchen weiter, um ein Stück Ausblick auf den Strand zu erhaschen.
   
   
Und sie hat Zeit, die Pflanzenwelt zu fotografieren,
die es trotz der Kargheit unter der sengenden Sonne noch gibt.
   
   
Das Kanarische Kreuzkraut blüht sogar. Und es gibt jede Menge Heuschrecken.
   
Sie machen am Paß eine Mittagspause und
beobachten andere Wanderer, die auch
mächtig geschafft sind von dem Anstieg.
Wie wollen die das noch bis zum Einsetzen
der Flut zum Strand schaffen?

Barbara und Peter wandern die
320 Höhenmeter gemütlich abwärts und zurück.
   
   
Gegen 15 Uhr erreichen sie unser Auto und haben die geniale Idee, das Auto ein Stück näher an die
Einstiegstelle der Wanderung zu fahren.
Wir sind eine gute Stunde später auch wieder unten
und freuen uns riesig, daß wir nicht mehr weiter gehen müssen. Es gibt außerdem Wasser und ein gut gekühltes Auto für uns. Wir sind den beiden unglaublich dankbar.
   
   
 

  zurück     Anfang