Wanderung ab Laguna Grande via Garajonay und Igualero
am 22. Oktober 2009
 
Rother Wanderführer - Tour Nr. 50 und teilweise Nr. 16

Google-Maps und GPS-Daten
 
 
Heute wollen wir noch mal eine kleinere Wanderung im Garajonay-Nationalpark machen
und uns den Regenwald auf La Gomera anschaun, der heute seinem Namen alle Ehre macht.
Nachdem wir am frühen Vormittag bei strahlendem Sonnenschein im Valle Gran Rey gestartet sind,
erwarten uns an der Nationalpark-Grenze dicke graue Wolken, Nebel und später Nieselregen.

 
   
Am Laguna Grande (dt. Großer See) stellen wir
das Auto ab und schauen zunächst in das
geöffnete Informationszentrum.
Laguna Grande ist ein großes Picknickgelände
und an Wochenenden bei schönem Wetter stark von Einheimischen bevölkert.
   
   
Wir starten vom Info-Center zu unserer Wanderung durch den Regenwald.
   
   
Die ständig hohe Luftfeuchtigkeit (heute fast 100 %) hat allen Bäumen eine Moosschicht beigebracht.
   
   
Es sieht gespenstisch aus hier und man meint, gleich müßten Feen oder Elfen aus dem Wald schweben.
   
   
Trotz des leichten Regens sind wir fasziniert von den Gebilden, die die Regentropfen in die Bäume zaubern.
   
 
Wir begegnen vielen Lorbeerbäumen. Noch einmal wandern wir zum Garajonay-Gipfel.
 
   
Dort machen wir Mittagspause.
Beim letzten Mal hatten wir aber bessere Sicht...
Danach gehen wir einen anderen Weg bergab
und müssen uns durch mannshohe Farne kämpfen.
   
 
Wir laufen quasi von hinten nach Igualero. Das Dorf hüllt sich auch hier in dicke Wolken.
 
 
Igualero ist der höchst gelegene Ort auf La Gomera.
Hier an der kleinen Kapelle finden wir eine Skulptur,
die wir "El Silbo" nennen, denn sie sieht wie ein
El-Silbo-Pfeifer aus.
Vom nebenan gelegenen Aussichtspunkt
geht die Sicht gegen Null (so sollte es aussehen...).
Den Rückweg kennen wir jetzt schon,
gehen ihn nur anders herum.
 
   
Hier hätten wir am Montag bei unserem
kleinen Irrweg heraus kommen müssen.
Dieser Weg kommt uns dann auch
wieder bekannt vor.
   
   
Als wir an dem kleinen Gehöft dieses Farmers vorbei laufen wollen, ruft er uns zu, daß wir doch herein
kommen sollen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Er bietet uns Früchte und Wein an,
von dem wir probieren müssen. Der Rotwein schmeckt recht gut und so tragen wir eine davon in unserem
Rucksack nach Hause. Wir geben ihm für alles zusammen 10 € und er scheint damit zufrieden zu sein, denn wir bekommen noch eine echte Kostprobe der berühmten Pfeifsprache der Gomeros El Silbo,
die fast ausgestorben war und jetzt wieder in den Schulen gelehrt wird.
   
   
Bepackt mit Obst nehmen wir die letzten Kilometer in Angriff, müssen wieder zurück durch den Regenwald
   
   
und erreichen gegen 17 Uhr unser Auto. Dirk macht noch einen Abstecher zum Roque Agando.
   
   
Das hätten wir uns sparen können, denn die Nebelwolken werden dichter und dichter. Der Blick in die andere Richtung ist etwas besser,
aber da sind die Roques nicht so spektakulär.
   
Die Felsendome sind Vulkanschlote, die durch Magmadruck und Erosion entstanden sind.
 
Im Valle Gran Rey erwartete uns Sonnenschein mit nur einigen Wolken und ca. 25°C.
Wahrscheinlich hat die Sonne hier den ganzen Tag geschienen und die Nebelwolken hingen nur in den Bergen.
   
   
Wir springen zur Abkühlung wieder ins Meer.
Die Wellen sind heute gigantisch und werfen uns gnadenlos um, wenn wir nicht aufpassen.
Heute wollen wir bei uns an der Ecke im
Restaurant "Molina" zu Abend essen.
Es ist ein sehr schöner Platz mit Blick aufs Meer.
   
   
Das Essen ist lecker, vor allem Hannes' Knoblauch-Garnelen, aber auch die Salate von Moni und Dirk sind gut.
 
Den Sonnenuntergang haben wir dann leider
doch nicht vor die Linse bekommen,
denn es hängen dicke Wolken am Horizont,
aus denen es wohl sogar regnet.

 

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