Wanderung zum Roque Cano und
Besuch des Tropischen Fruchtgartens Argaga im Valle Gran Rey
am 23. Oktober 2009
 
Rother Wanderführer - Tour Nr. 50

Google-Maps und GPS-Daten
 
 
Unser vorletzter Tag bricht an und wir wollen noch eine letzte größere Wanderung machen.
Wir wandern zum Roque Cano.
 
   
Zunächst geht Moni (wie jeden Morgen) eine Runde ins Meer schwimmen. Es ist noch dunkel draußen,
denn die Sonne geht erst nach 8 Uhr auf. Es ist ein merkwürdiges Gefühl im Dunkeln im Meer zu schwimmen,
aber das Wasser ist warm und die morgendliche Stille sehr wohltuend.
   

Sehr praktisch ist diese Spülmöglichkeit
für die Füße vor unserem Hotel,
damit man den schwarzen Sand nicht
ins Hotel und ins Zimmer schleppt.






 

Gegen 9 Uhr brechen wir auf und
fahren zunächst nach Vallehermoso.
 
 
Wir müssen wieder warten, bis die Baustelle an der Straße freigegeben wird. Man ist schon ein gutes
Stück voran gekommen seit letzten Dienstag.
Und wieder liegt Vallehermoso traumhaft
im Sonnenschein vor uns.
Wir müssen anhalten und fotografieren.
 
   
Das Auto stellen wir diesmal am Ortsausgang ab - gleich neben einem interessanten Skulpturenpark.
   
   
Wir beginnen wieder mit einem Anstieg - vorbei an den letzten Häusern des Tals.
   
   
Wir beobachten Einheimische, wie sie mühsam
die oft abenteuerlich angelegten Terrassenfelder bewirtschaften.
Diese Wasser-Auffangbecken haben wir oft gesehen, denn die Insel hat ein massives Wasser-Problem und
nur in den Bergen regnet es öfter.
   
   
Unser Ziel - der Roque Cano -
ist noch ziemlich weit weg.
Moni bereitet schon mal ihre Stöcke
für den nächsten Anstieg vor.
   
 
Es geht heftig bergauf und danach über einen schmalen Kammweg.
 
   
Hannes ist schon vorneweg gestürmt und wartet
an dieser verlassen wirkenden Finca.
Jetzt brauchen wir dringend eine Pause,
denn der Schweiß floß in Strömen.
 
   
Dieses "Wasser aus Wand" kommt gerade recht. Wir picknicken gleich hier, denn es ist gerade 12 Uhr.
   
   
Die Asphaltstraße führt zum Roque Blanco mit einem netten Restaurant.
   
   
Hier sind wir allerdings nicht alleine. Wir gönnen uns einen Kaffee und Hannes ein Bier.
   
   
Ein echter Café Cortado leche y leche
(dt. geschnittener Kaffee mit Milch und Milch, weil
2 verschiedene Milchsorten verwendet werden)
schmeckt sooo lecker, stimmt's Dirk?

Im Internet haben wir dieses Rezept gefunden.
   
   
Jetzt müssen wir aber endlich weiter, denn unser eigentliches Ziel liegt noch gut 5 km entfernt.
   
   
Wer mag hier wohl wohnen so weit abgelegen?
   
   
Über diesen Kammweg sind wir hergekommen. Jetzt laufen wir auf einem schönen Höhenweg.
   
   
Und dann ist das Ziel ganz nah. Wir sind am Fuße des Roque Cano angelangt.
   
   
Karola und Dirk haben es auch geschafft. Über diesen steilen Kammweg müssen wir noch...
   
   
Aber wir lassen uns nicht schrecken und der Weg hinab nach Vallehermoso
ist dann auch gar nicht so schlimm, ziemlich breit und nur mit ein paar ungleichmäßigen Steinstufen.
   
Erst nach 15 Uhr sind wir wieder bei Dirk's Auto
und müssen uns jetzt ziemlich beeilen,
denn wir wollen um 17 Uhr an der Führung
durch den tropischen Fruchtgarten Argaga
im Valle Gran Rey teilnehmen.



Für die Autofahrt zurück benötigen wir wieder
eine gute Stunde, springen im Hotel nur
schnell in saubere Sachen, eilen...
 
 
   
...am Hafen in Vueltas vorbei und gehen ein Stück in die Argaga-Schlucht hinein.
   
   
Wir schaffen es mit knapper Not, um 17 Uhr
(letzte Führung) hier zu sein.
Die Familie Schrader (deutsche Auswanderer) hat
1985 begonnen, hier einen Garten für sich anzulegen.
   
Daraus hat sich dann diese Anlage entwickelt, wo inzwischen mehr als 160 verschiedene Früchte angebaut werden. Seit 1994 bietet die Familie Führungen durch ihren Garten an, den wir ausgesprochen interessant finden.
Als wir eintreffen, sind hier schon 10 deutsche Touristen versammelt.
   
   
Wir bekommen eine erste Einweisung und kosten je
ein Stück Tamarinde, Kumquats, Cherimoya u.a.
Danach werden wir durch den terrassenförmig angelegten Garten geführt.
   
Wir bekommen von allen Früchten, die reif sind, Kostproben.
   
   
Datteln Granatäpfel
   
   
Papaya Avocado
   
   
Javaäpfel rote Bananen
   
   
Nicht alle Früchte kennen wir und diese hier
haben wir auch noch nie irgendwo gesehen.
Passionsfrüchte gibt es im Moment keine,
aber die Blüten sind traumhaft schön.
   
Vielen Dank an Fam. Schrader! Sie haben uns per Mail mitgeteilt, daß die Früchte (links) sogenannte
Naranjilla sind - auch Lulo genannt - und aus Südamerika stammen.
   
   
Manche Bäume und Früchte sind mit Namenstafeln versehen.

Wir bekommen viele nützliche Informationen zu den einzelnen Früchten und erfahren z.B., daß die Kerne der Granatäpfel ein Verhütungsmittel sind und daß die Avocado ein einfaches Mittel gegen Neurodermitis ist.
   
   
Sehr interessant finden wir auch die Erklärung über diese Schildläuse-Kolonie an den Kakteen,
die absichtlich hier gezüchtet werden und ein rotes Färbemittel (Karmin) abgeben, wenn man sie zerreibt.
   
   
Abgefüllt mit vielen neuen Eindrücken verlassen
wir das beeindruckende Gelände.
Hier kann man auch eine Unterkunft mieten,
aber nur wenn man nett ist... ;-)
   
Auf dem Rückweg zum Hotel
kommen wir in einer kleinen Seitengasse
der Altstadt am
Restaurant "Pescador" vorbei
und beschließen, gleich hier und
jetzt ein letztes gemeinsames
Abendessen zu nehmen.

Hannes' gegrillter Oktupus ist ein Hochgenuß,
aber auch alle anderen sind sehr zufrieden
mit Kaninchen, Thunfisch und Hähnchen.
   
 
Und dann bekommen wir ihn doch noch - unseren Sonnenuntergang, auch wenn Dirk und Moni
auf ein paar Steine am Hafen klettern müssen.
So wird es ein perfekter Abschiedsabend, denn morgen müssen wir ins kalte Deutschland zurück.

 

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