Athen
vom 30. Mai - 2. Juni 2009
   
Es sind fast 1.200 km von Pomorie in Bulgarien bis nach Athen, wir sehen es aber gelassen.
Wir werden einfach Pause machen, wenn wir eine brauchen und schaun mal, wie weit wir kommen.
   
Wir starten um 7 Uhr, kaufen uns am
Straßenrand einen Kaffee und in einer
Bäckerei eine Art Pizza-Brötchen.








Es regnet immer mal wieder und erst nach
10 Uhr erreichen wir die bulgarisch-griechische
Grenze bei Svilengrad.
   
 
Bei Kavalar fahren wir von der Autobahn ab und essen in einem Fischrestaurant sehr gut zu Mittag.

Wir kommen danach weiter sehr gut voran, fahren gegen 16 Uhr an Thessaloniki vorbei und beschließen,
noch bis ca. 18 Uhr zu fahren - es ist eine gut zu fahrende Autobahnstrecke.

Gegen 18.30 Uhr erreichen wir Volos und sind stolz auf uns. Wir hätten nicht gedacht, so weit zu kommen. Morgen haben wir nur noch eine Strecke von gut 300 km, die wir bis Mittag locker schaffen könnten.
 
 
Wir finden (Baedecker und GPS-Gerät sei Dank) sehr schnell das relativ preiswerte Hotel "Philippos" (70 €).
 
   
Danach suchen wir noch ein Abendessen, landen
aber in einem der zahlreichen Abzocker-Lokale hier
und essen schlecht für viel Geld.
Es beginnt wieder heftig zu regnen und danach
gibt's einen tollen Regenbogen.

   
Am nächsten Morgen scheint aber wieder die Sonne und so starten wir um 8 Uhr in einen wunderschönen Tag.
   
   
Auf Orleander-gesäumten Straßen rollen wir
nach Athen.
Das Hotel "Delphi" in Athen haben wir von unterwegs über HRS gebucht - und das hat sogar geklappt.
Wir wohnen sogar in einer Suite für 90 € pro Nacht.
   
   
Leider hat das Hotel keine Garage und so müssen wir
(ob wir wollen oder nicht) im städtischen Parkhaus parken, was uns erst nicht ganz geheuer ist, denn Auto und Schlüssel müssen wir dem Betreiber übergeben.
Es ist aber die sicherste Methode in dieser Stadt.

Wir machen uns kurz frisch, essen eine Kleinigkeit in einem Imbiß und starten gegen 14 Uhr zu einer ersten kleinen Sightseeing-Runde.
Wir fahren mit der Metro 3 Stationen bis zur
Syntagma-Station, wo die Ermou (Athens Haupt-Einkaufsstraße) beginnt.
   
   
Gegenüber liegt das Parlament.

Wir bewundern die Wachsoldaten mit ihren Bommeln
an den Schuhen und
   
   
gehen dann die Ermou hinunter. Hier pulsiert das Leben an diesem warmen Samstag Nachmittag.
   
Mittendrin steht die byzantinische Kapnikarea Kirche. Am Monastiraki Square steht die Pantanassa Kirche.
   
 
Wir schlendern quer durch die engen Gassen des Monastiraki, vorbei an unzähligen Souvenirläden.
 
 
Wir müssen dringend was trinken und finden am Anfang der Adrianou eine Vielzahl netter kleiner Lokale.
 
   
Wir streifen das idyllische Fischerviertel und gehen weiter auf der Adrianou.
   
   
Hier im Stadtteil Plaka pulsiert das Leben.
Immer wieder bekommen wir Ausblicke auf die Akropolis.
Die haben wir uns aber für morgen aufgehoben.
   
   
Wir kommen an der Römischen Agora vorbei und bestaunen den Turm der Winde, in dem im
1. Jahrhundert eine hydraulische Uhr untergebracht
war und deshalb auch Uhrenturm genannt wird.
Das Lysikrates-Monument



   
   
Ziel des heutigen Tages war der Hadrians Bogen und der Tempel des Zeus.
   
   
Wir kaufen uns Eintrittskarten und schaun uns
die alten Steine an.
Wir beschließen unseren Tag am Dom,
der leider eingerüstet ist.
   
Am nächsten Morgen wollen wir als Erstes diesen interessanten spitzen Berg besteigen.  
Es ist der Lycabettus-Berg und mit 277 m die höchste Erhebung der Stadt. Wir besteigen den Berg von Norden aus
und müssen viele Stufen nach oben.
   
   
   
Schon zwischendurch wird der Aufstieg mit
grandiosen Ausblicken belohnt.
Wir erreichen einen riesigen Parkplatz,
der um diese Zeit (es ist noch vor 9 Uhr!) fast leer ist.
   
   
Punkt 9 Uhr erreichen wir den Gipfel mit seiner Georgskirche und einem Restaurant,
das aber noch geschlossen hat.
   
   
Wir sind hingerissen von diesen Ausblicken.
   
   
Es gibt sie tatsächlich, die Kabinenbahn.
Wir haben sie nur leider erst gefunden, als wir
schon wieder unten angekommen waren.
Nächster Programmpunkt ist die Wachablösung vor dem Parlament. Als wir aber die Amalias-Straße runter laufen, entdecken wir diese kleine Wachablösung
   
   
und finden das schon mal sehr interessant - vor allem die Bommeln an den Schuhen ... sind wohl ziemlich fest.
Moni amüsiert sich köstlich über das merkwürdige Schuhwerk der Evzonen.
   
   
Wir gehen quer durch den National Garden

bis zum Parlament, wo schon Unmengen Menschen warten, daß es losgeht.
   
   
Da heute Sonntag ist, werden die Soldaten zusätzlich von einem Musik-Korps begleitet.
Von der eigentlichen Wachablösung sehen wir nicht viel, denn das Gedränge ist riesig.
   
Wir gehen noch einmal quer durch die Plaka in Richtung Akropolis-Hügel, denn das ist unser nächstes Ziel.
Auf dem Weg dahin beobachten wir ein paar seltsame Dinge:
   
   
Hier wird in einer aufwändigen Zeremonie
ein Auto gesegnet...
Das Mädchen gehört wohl zu einer Hochzeits-gesellschaft oder ist es vielleicht eine Kommunion?
   
   
Jetzt ist aber endlich die Akropolis an der Reihe...


wir kaufen Eintrittskarten für 12 € pro Person und reihen uns ein in eine lange Schlange mit weiteren Touristen.
Wir betreten das Gelände durch das Propyläen.
   
   
Links befindet sich das Herodes-Theater, das einmal für 5.000 Zuschauer angelegt worden ist und wo heute wieder Konzerte u.a. Veranstaltungen stattfinden.

Rechts ist der Athene-Nike-Tempel leider total eingerüstet und nicht zu besichtigen.
Er wurde 420 v.Chr. als Symbol des Sieges der
Griechen über die Perser erbaut.
   
   
Und dann stehen wir endlich vor dem Parthenon, dem Haupttempel auf dem heiligen Akropolis-Felsen.
   
   
Ein Foto muß sein... Die Sicht von hier oben ist wieder toll.
   
 
Wir laufen das ganze Gelände einmal ab und bewundern zum Schluß das Erechtheion,
wo einst Athene mit ihren eigenen Händen einen Ölbaum gepflanzt haben soll.
Die Karyatiden (Mädchenfiguren), die das Dach der kleinen Halle tragen, sind Kopien. Fünf der ursprünglich sechs Koren (Mädchen) sind im Akropolis-Museum zu sehen, die sechste befindet sich im Britischen Museum.
(Auszug aus der Broschüre "Athen/Attika" der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr)
 
Wir sind etwas enttäuscht von der Größe des Geländes der Akropolis, denn die Ausgrabungsstätten von Jerash/Gerasa in Jordanien sind wesentlich größer und spektakulärer.
   
   
Schon etwas fußlahm, gönnen wir uns eine Trinkpause im feudalen Dionysos-Café,
die sich den fantastischen Blick von der Terrasse auf den Akropolis-Felsen gut bezahlen lassen.
Ein kleines Bier und ein Eistee kosten zusammen 10,30 €.
   
   
Wir erholen uns schnell wieder und haben noch
die Kraft, auf den Philopappos-Hügel zu steigen.
Oben auf dem Gipfel finden wir das Philopappos-Monument, das als das Gefängnis des Sokrates gilt.
   
   
Grandios:
die Aussicht auf Akropolis, den Lykabettos-Hügel

und bis zum Mittelmeer.
   
   
Wir gehen nun endgültig hinunter in die Stadt und schauen uns zum Abschluß des Tages noch die Griechische Agora (dt.: Marktplatz). Sie war im Altertum nicht nur Markt- und Handelszentrum, sondern auch politischer, kultureller und religiöser Mittelpunkt Athens.
   
Am nächsten Tag wollen wir morgens zuerst in die Markthallen von Athen.
   
  Die Markthalle empfängt uns mit tollen Auslagen.
Am Omonia-Platz stoßen wir auf dieses Denkmal, welches 2002 zu Ehren der Ablösung der Drachme durch den Euro gesetzt wurde. Das ist den Deutschen noch nicht eingefallen, oder doch?  
   
   
   
Die Auswahl ist unglaublich und wir bedauern mal wieder, daß wir uns nicht selbst verpflegen können.

Danach beschließen wir, noch einen Ausflug nach Piräus zu machen. Dorthin fährt eine Metro, die wir nutzen.
   
   
   
Uns erwartet ein riesiger Fracht- und Fährhafen.
   
   
Wir laufen zunächst am Hafengelände entlang durch die Unterstadt bis in die nächste Bucht.
   
   
Dort finden wir ein Schwimmbad und unzählige Fisch-Restaurants.
   
   
Da es fast 13 Uhr ist, entscheiden wir uns für das Lokal der "4 Brüder".
Es war eine Fehlentscheidung, d.h. die anderen Restaurants waren bestimmt auch nicht besser.
Vor den gigantischen Preisen warnen allerdings schon alle Reiseführer.
   
   
Die Dorade hat sehr gut geschmeckt, aber wir haben über 70 € dafür bezahlt.
   
   
Wir gehen über die Oberstadt zurück zur Metro-Station und fahren 20 min. bis ins Zentrum.
   
Wir haben noch Zeit und Moni will unbedingt noch dieses Denkmal aus der Nähe betrachten,
das sie in einer Athen-Broschüre entdeckt hat.
   
   
Es ist "Dromeas der Läufer" von Costas Varotsos und besteht aus lauter Glasscheiben.
Wir sind tief beeindruckt von der Wirkung, die der Künstler mit gewöhnlichen Scherben erzielt hat.
   
   
Wir schauen uns noch das Olympiastadion an, da es am Weg lag,
   
   
decken uns im besten Souvenirladen der Stadt (am Domplatz) mit Olivenöl, Büchern, Karten u.v.a. ein. Zum Abschluß gibt's noch mal eine leckere Portion Moussaka und Pasta für Hannes.
   
 

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