Wanderung vauf den Pico del Teide (3.718 m)
am Mittwoch, 26.02.2014 bis Donnerstag, 27.02.2014

 (siehe Rother Wanderführer Nr. 77)

   
Es wird spannend ... heute beginnen wir die Besteigung des Teide.
   
Zuerst "tanken" wir an "unserem" Lebensmittelladen in Vilaflor noch Baguette, Käse und Getränke. Danach fahren wir zur Talstation der Teide-Seilbahn
und stellen dort unser Auto ab.
   
Wir gehen ein Stück an der Straße entlang. Die Schneeberge am Straßenrand ließen uns stutzig werden ...
   
die Einstiegstelle "Parkplatz Montaña Blanca" Die Wege waren dick verschneit.
   
Manchmal waren die Wegränder abgetaut,
so daß man am Rand ganz gut laufen konnte.
Es pfiff ein eisiger Wind und ich war froh,
eine Kopfbedeckung eingepackt zu haben.
 
Wir treffen Ski-Fahrer!

Die Aussichten waren toll -
hier bis zur Meßstation auf einem Nebengipfel.
   
Die Schneeoberfläche ist verharrscht und hier in merkwürdigen "Schiefern" gefroren.
Steine speichern mehr Sonnenwärme und tauen den Schnee schneller um sich herum ab.
 
Es geht relativ gemäßigt bergauf. Teides Eier
   
Wir erreichen nach 2 Stunden "La Rambleta"
und machen Mittagspause.
Danach wird es steil und steiler.

   
Es läßt sich schwer laufen. Manchmal hält die Schneedecke unser Gewicht aus,
manchmal nicht und man versinkt bis zu den Knien im Schnee.
Darunter befindet sich ein Serpentinenweg, aber den kann man nicht erkennen und
so klettern wir auf vorgestapftem Schneepfad unglaublich steil nach oben.
   
Die Aussicht ist grandios. nur noch wenige Meter ...
   
Es ist geschafft! Refugio Altavista! Wir sind sehr erschöpft.
   
Wir genehmigen uns einen Kaffee vom Automaten
(á 2,50 €!) und erholen uns ganz langsam.


Dann steigen wir hinter der Hütte noch ein Stück
nach oben, um den weiteren Weg zu erkunden.
Aber er ist genau so verschneit, wie das Stück,
das wir gerade bewältigt haben.
   
Wir beschließen, morgen früh nicht im Dunkeln loszugehn, sondern erst in der Morgendämmerung,
damit man wenigstens schon ein bißchen was sehen kann.
   
Wir erkunden die Hütte Altavista, die offiziell erst ab 17 Uhr geöffnet ist.
Alle Räume bis auf die Küche und den Flur sind abgeschlossen - kein Mensch weit und breit.
 
Wir warten. Nach und nach treffen weitere Bergbesteiger in Altavista ein. Einige wandern weiter bis zur Bergstation der Seilbahn, einige bleiben auch hier.
Kurz nach 17 Uhr öffnet sich plötzlich eine Tür in der Küche und ein Mann steht im Türrahmen.
Wo ist der denn jetzt hergekommen? Wohnt der hier? Oder ist er nur als Wache für ein paar Tage hierher "verdonnert"? Auf jeden Fall macht er einen sehr mürrischen Eindruck.
Wir müssen uns anmelden und bekommen auf einer Namensliste einen Haken.
Später bekommen wir auch ein Bett zugewiesen.
   
Wir essen unsere mitgebrachten Brote und Käse in der Gemeinschaftsküche. Hier wird spanisch, englisch und deutsch gesprochen. Manche kochen sich ein Süppchen, einer kocht einen 5-l-Topf Tee mit 1 Teebeutel ...
 
Dann Aufregung: Der Spanier kommt mit der Nachricht,
daß der Teide-Schatten draußen zu sehen ist und alle laufen raus.
Es ist in der Tat spektakulär:
   
18.20 Uhr 19 Uhr
   
Die Kraterberge ringsum erglühen im feurigen Rot.
Gegen 20 Uhr kriechen wir in unsere Betten.

Es wird eine unruhige Nacht. Die letzten schlafen erst gegen 21.30 Uhr, einer schnarcht immer oder
jemand muß zur Toilette.
Um 4.30 Uhr klingelt der 1. Wecker und die Nacht ist eigentlich vorbei.
Die anderen starten gegen 5 Uhr - die meisten mit Steigeisen und Eispickel.

Wir wollen erst gegen 6 Uhr aufstehen.
   
Die Dämmerung setzt gegen 6.50 Uhr ein und wir starten - zuerst noch mit Strinlampe.
   
Die Schneeoberfläche ist gefroren. Es läßt sich schlecht gehen.
Bloß gut, daß wir wenigstens die Stöcke mitgenommen haben. Steigeisen würden uns den Weg sehr erleichtern.
   
7.25 Uhr Die Berge scheinen zu glühen.
   
Dann folgt ein Stück Weg ohne Schnee und wir schöpfen neue Hoffnung, doch noch den Gipfel zu erreichen,
wenn auch nicht zum Sonnenaufgang ;-(
   
Die Bergstation der Seilbahn kommt in Sicht.

Aber dann folgen weitere dicke Schneefelder.
Wir versuchen aber, weiter zu gehen.
   
Dieses Schild sagt, daß der Weg zum Gipfel gesperrt ist. Wir beschließen, den "Gipfelsturm" abzubrechen.
   
Wir nehmen die 1. Seilbahn um 9.05 Uhr ins Tal
   
und zu unserem Auto, mit dem wir gleich in unser Hotel fahren. Wir müssen zuerst duschen!
   

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