Pavlova

Pavlova

Land:Australien
Kategorie:Dessert
Rezeptnr.:22259

  Zutaten:

AnzahlEinheitZutatZubereitungsart
6Eiweiß
2TasseZuckerfeiner
1.5TLEssig
1TLVanillearoma
1ELMaismehl
-------------------------für die Füllung
300mlSahne 30% Fett
5Passionsfrucht
Kiwiin Scheiben
Erdbeeren

  Zubereitung:

1. Eiweiß und 1/2 TL Salz steif schlagen. Löffelweise den Zucker zugeben und jedes Mal gut durchschlagen. Essig, Vanille und Maismehl unterheben.

2. Die Masse auf ein leicht eingefettetes Backpapier oder Blech geben und mit einem Löffel in eine runde, gleichmäßig hohe Form (etwa 20 cm Durchmesser) bringen, die an den Rändern vom Löffel leicht gewölbt sein kann und in der Mitte eine Vertiefung für die Füllung bekommt. Bei etwa 150°C etwa 45 Minuten backen, bis die Oberfläche knusprig wird und sich zu bräunen beginnt.

3. Den Ofen abstellen und die Pavlova darin abkühlen lassen.

4. Für die Füllung die Sahne schlagen, das Fruchtfleisch unterheben. Die Sahne in die Vertiefung geben, mit Kiwis und Erdbeeren garnieren. Die Pavlova wird traditionell auf einer Platte mit hohem Mittelfuß serviert.


  Bemerkungen:

Das Dessert besteht aus einem großen, runden Baiser mit einem weichen Inneren und einer leichten Vertiefung auf der Oberseite, die mit allerlei schmackhaften Zutaten gefüllt wird: Schlagsahne mit verschiedenen Früchten, vor allem Passionsfrucht und Kiwi, deren Herbe einen angenehmen Kontrast zur Süße der Sahne bilden.
Über die Erfindung der Pavlova kursieren zwei Geschichten. Am bekanntesten ist die Version, wonach Herbert Sachse während seiner Zeit im Hotel Esplanade in Perth von dessen Besitzerin im Jahre 1935 gebeten wurde, für einen stilvollen Nachmittagstee etwas ganz Besonderes zu kreieren. Nachdem er einen Monat experimentiert hatte, präsentierte er das heutzutage berühmte Dessert, das wegen seiner Leichtigkeit und Luftigkeit nach der russischen Ballerina Anna Pavlova benannt wurde, die 1929 in Perth zu Gast gewesen war.
Das berühmte Dessert kennt viele variantenreiche Rezepte. Die Hauptzutaten einer traditionellen Pavlova sind immer Eiweiß und Zucker. Dazu kommen etwas Salz und eventuell Weinstein, Maismehl, Essig und Zitronensaft. Salz und Weinstein stabilisieren das Eiweiß und halten das luftige Volumen der Baisermasse. Das Maismehl unterstützt das Austrocknen der Masse, verleiht ihr eine feste Kruste und ein weiches Inneres, das eine Konsistenz wie Marshmallows oder Kinderspeck hat. Dem gleichen Zweck dienen auch Essig und Zitronensaft. Baiser oder Meringe, wie es auch genannt wird, ist ein sehr altes Konfekt. Es wurde zuerst 1720 von einem schweizerischen Zuckerbäcker namens Gasparini in dem Städtchen Meiringen nahe der italienischen Grenze hergestellt.


  Quelle:

Stefan Ullmann - Australisch kochen; Edition diá; Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 2000; ISBN 3-89533-281-X